StatPearls2026

Herzstillstand (Cardiac Arrest): StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der plötzliche Herzstillstand ist definiert als das abrupte Aussetzen der Herzaktion, was zu Bewusstlosigkeit sowie einem Fehlen von normaler Atmung und Kreislaufzeichen führt. Laut der StatPearls-Zusammenfassung versterben in den USA jährlich über 400.000 Menschen an einem plötzlichen Herztod.

Die häufigste Ursache ist mit etwa 70 Prozent der Fälle die ischämische koronare Herzkrankheit. Weitere strukturelle Ursachen umfassen Herzinsuffizienz, linksventrikuläre Hypertrophie und Herzbeuteltamponaden, während zu den nicht-kardialen Auslösern Lungenembolien, Intoxikationen oder Traumata zählen.

Die Prognose hängt maßgeblich von einer schnellen Reaktion ab. Ein beobachteter Herzstillstand, sofortige Herzdruckmassage und eine frühzeitige Defibrillation gelten als die wichtigsten Faktoren für das Überleben.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernempfehlungen für das Management:

Diagnostik und Evaluation

Die Diagnose wird klinisch anhand von Bewusstlosigkeit, fehlendem Puls und fehlender normaler Atmung gestellt. Es wird empfohlen, während der Reanimation auf umfangreiche Labor- oder Bildgebungsdiagnostik zu verzichten.

Falls verfügbar, wird eine Point-of-Care-Bestimmung von Kalium und Glukose als nützlich erachtet. Zudem kann ein Point-of-Care-Ultraschall (POCUS) zur Beurteilung der Herzaktion eingesetzt werden, sofern dies die Reanimationsmaßnahmen nicht unterbricht.

Stufen der Reanimation

Die Leitlinie unterteilt die Maßnahmen je nach Qualifikation der Helfer in verschiedene Stufen:

QualifikationsstufeKernmaßnahmenSpezifische Interventionen
LaienhelferHands-only CPRNutzung eines AED; bei Ertrinken 2 initiale Beatmungen
Basic Life Support (BLS)CPR mit BeatmungVerhältnis 30:2; Atemwegsmanöver; Guedel-/Wendl-Tubus
Advanced Life Support (ALS)Erweiterte AtemwegssicherungSupraglottische Atemwege; Intubation; Epinephrin; Amiodaron; Rhythmusinterpretation
Ärztliches PersonalUrsachenspezifische TherapieECMO bei medizinischer Ursache; Thorakotomie/REBOA bei Trauma

Spezifische Ursachen

Bei einem Herzstillstand durch stumpfes Trauma wird die Prognose meist als infaust eingestuft, da oft schwere Gefäßverletzungen vorliegen. Bei penetrierenden Traumata wird hingegen eine beidseitige Nadeldekompression empfohlen.

Bleibt der Kreislauf bei penetrierenden Traumata aus, kann innerhalb eines bestimmten Zeitfensters eine reanimative Thorakotomie oder der Einsatz eines REBOA-Katheters (Resuscitative Endovascular Balloon Occlusion of the Aorta) erwogen werden.

Post-Reanimations-Phase

Nach erfolgreicher Wiederherstellung des Spontankreislaufs (ROSC) wird bei komatösen, aber stabilen Personen mit medizinischer Ursache ein gezieltes Temperaturmanagement empfohlen. Dies verbessert nachweislich die Mortalität und das neurologische Outcome.

Bei anhaltender Beatmungspflichtigkeit wird die Anlage eines Tracheostomas sowie einer perkutanen endoskopischen Gastrostomie (PEG) zur Ernährungssicherung beschrieben.

Kontraindikationen

Die Autoren weisen auf folgende Einschränkungen und Warnhinweise hin:

  • Der Begriff "plötzlicher Herztod" darf nicht für Ereignisse verwendet werden, die nicht tödlich enden.

  • Bei einem Herzstillstand durch stumpfes Trauma gelten Reanimationsbemühungen beim Eintreffen der Rettungskräfte meist als aussichtslos.

  • Eine Fehlplatzierung bei der Nadeldekompression oder Perikardiozentese kann zu schweren Komplikationen führen.

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💡Praxis-Tipp

Laut den Autoren haben Studien bisher keinen bewiesenen Überlebensvorteil für erweiterte ALS-Maßnahmen wie endotracheale Intubation oder intravenöse Medikamentengabe beim Herzstillstand gezeigt. Es wird stattdessen betont, dass die frühzeitige Defibrillation und die Herzdruckmassage durch Laien die wichtigsten lebensrettenden Interventionen darstellen. Zudem wird darauf hingewiesen, dass bei Ertrinkungsunfällen primär zwei initiale Beatmungen erfolgen sollten, bevor die Herzdruckmassage startet.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist bei einer Synkope oder einem Krampfanfall in der Regel ein Puls tastbar. Zudem weisen Personen mit einem Herzstillstand keine normale Atmung auf, während bei einem Krampfanfall oft abnormale Atemmuster vorliegen.

Die Leitlinie empfiehlt für Helfer mit Basic-Life-Support-Training ein Verhältnis von 30 Herzdruckmassagen zu 2 Beatmungen (30:2). Laienhelfer sollten sich primär auf eine reine Herzdruckmassage (Hands-only CPR) konzentrieren.

Ein gezieltes Temperaturmanagement wird für Personen empfohlen, die nach einem Herzstillstand medizinischer Ursache einen Spontankreislauf (ROSC) wiedererlangt haben. Voraussetzung ist, dass die Betroffenen weiterhin bewusstlos und hämodynamisch stabil sind.

Bei penetrierenden Traumata wird eine beidseitige Nadeldekompression empfohlen. Je nach Zeitfenster kann auch eine reanimative Thorakotomie oder ein REBOA-Katheter zum Einsatz kommen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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