Anatomie der Arteria axillaris: StatPearls Leitlinie
Hintergrund
Die Arteria axillaris stellt die primäre arterielle Versorgung der oberen Extremität dar. Laut der StatPearls-Zusammenfassung beginnt sie als Fortsetzung der Arteria subclavia am äußeren Rand der ersten Rippe.
Das Gefäß verläuft durch die Axilla und endet am unteren Rand des Musculus teres major, wo es in die Arteria brachialis übergeht. Die Leitlinie betont, dass die Arterie eine wichtige anatomische Leitstruktur darstellt, insbesondere in Bezug auf den Plexus brachialis.
Klinisch ist das Gefäß bei Traumata, Aneurysmen und Kompressionssyndromen von großer Bedeutung. Zudem dient es als wichtiger Orientierungspunkt bei chirurgischen Eingriffen im Schulterbereich.
Empfehlungen
Die StatPearls-Zusammenfassung gliedert die klinische und anatomische Relevanz der Arteria axillaris in folgende Kernbereiche:
Anatomische Einteilung
Die Arteria axillaris wird durch den Musculus pectoralis minor in drei anatomische Abschnitte unterteilt. Die Leitlinie beschreibt folgende Struktur:
| Abschnitt | Lage zum M. pectoralis minor | Anzahl der Äste | Wichtige Abgänge |
|---|---|---|---|
| Teil 1 | Proximal | 1 | A. thoracica superior |
| Teil 2 | Dorsal (tief) | 2 | Truncus thoracoacromialis, A. thoracica lateralis |
| Teil 3 | Distal | 3 | Truncus subscapularis, A. circumflexa humeri anterior & posterior |
Klinische Relevanz und Traumata
Verletzungen der Arteria axillaris sind selten, können jedoch zum Verlust der Extremität führen. Die Leitlinie hebt folgende Aspekte hervor:
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Bei vorderen Schulterluxationen oder Frakturen des Collum chirurgicum wird eine genaue Überwachung auf Gefäßabrisse oder Thrombosen empfohlen.
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Eine redundante Blutversorgung durch Kollateralgefäße kann ischämische Symptome maskieren.
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Bei Überkopfsportlern (z. B. Baseball, Volleyball) wird auf das Risiko einer positionsbedingten arteriellen Kompression des dritten Gefäßabschnitts hingewiesen.
Diagnostik und chirurgische Aspekte
Für die Diagnostik und Therapie von Pathologien der Arteria axillaris werden folgende Ansätze beschrieben:
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Als Goldstandard zur Bestätigung von Aneurysmen wird die CT-Angiographie (CTA) genannt.
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Bei Kontraindikationen für intravenöses Kontrastmittel wird die Magnetresonanzangiographie (MRA) oder der Ultraschall als Alternative beschrieben.
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Bei chirurgischen Eingriffen wird ein besonderer Schutz der Faszikel des Plexus brachialis gefordert, da diese in enger anatomischer Beziehung zur Arterie stehen.
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In der Herzchirurgie wird die rechte Arteria axillaris häufig als arterieller Kanülierungsort genutzt.
💡Praxis-Tipp
Bei Schultertraumata wie der vorderen Luxation wird in der Leitlinie davor gewarnt, sich ausschließlich auf klassische Ischämiezeichen zu verlassen. Durch die ausgeprägte Kollateralversorgung im Schulterbereich können Symptome wie Blässe oder ein fehlender Radialispuls maskiert werden. Es wird daher ein hohes Maß an klinischem Verdacht bei entsprechenden Verletzungsmechanismen empfohlen.
Häufig gestellte Fragen
Laut der StatPearls-Zusammenfassung beginnt die Arteria axillaris als Fortsetzung der Arteria subclavia am lateralen Rand der ersten Rippe. Sie endet am unteren Rand des Musculus teres major, wo sie in die Arteria brachialis übergeht.
Die Leitlinie beschreibt eine Einteilung in drei Abschnitte, die sich an der Lage zum Musculus pectoralis minor orientiert. Der erste Teil liegt proximal, der zweite Teil dorsal und der dritte Teil distal dieses Muskels.
Als Goldstandard zur Diagnose eines Aneurysmas der Arteria axillaris wird die CT-Angiographie (CTA) genannt. Bei Kontraindikationen für Kontrastmittel wird alternativ auf die Magnetresonanzangiographie (MRA) oder den Ultraschall verwiesen.
Bei wiederholten Überkopfbewegungen kann es zu einer anterioren Verschiebung des Humerus kommen, was den dritten Teil der Arteria axillaris komprimiert. Die Leitlinie erklärt, dass dies chronische Gefäßveränderungen, Thrombosen oder Aneurysmen begünstigen kann.
Die Arteria axillaris steht in sehr engem anatomischem Kontakt zu den Faszikeln des Plexus brachialis. Es wird betont, dass diese Nervenstrukturen bei chirurgischen Freilegungen zwingend geschützt werden müssen.
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Quelle: StatPearls: Anatomy, Shoulder and Upper Limb, Axillary Artery (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.