Anatomie des Plexus brachialis: StatPearls
Hintergrund
Die StatPearls-Übersicht beschreibt den Plexus brachialis als zentrales Nervengeflecht, das für die motorische und sensible Innervation der oberen Extremität verantwortlich ist. Er entspringt den ventralen Ästen der Spinalnerven C5 bis T1.
Von proximal nach distal gliedert sich der Plexus in Wurzeln, Trunci, Divisiones, Faszikel (Cords) und Endäste. Verletzungen in diesem Bereich gehören zu den schwerwiegendsten Läsionen der oberen Extremität.
Die embryonale Entwicklung des Plexus beginnt in der fünften Schwangerschaftswoche. Die Blutversorgung erfolgt primär über die Arteria subclavia und ihre anatomischen Äste.
Empfehlungen
Die Übersicht formuliert folgende Kernaussagen zur Anatomie und Klinik:
Anatomischer Aufbau und Endäste
Der Plexus brachialis bildet fünf große Endäste, die spezifische motorische Funktionen ermöglichen. Die Quelle beschreibt folgende Zuordnungen:
| Nerv | Ursprung | Hauptfunktion |
|---|---|---|
| N. musculocutaneus | C5-C6 | Ellenbogenflexion und Supination |
| N. axillaris | C5-C6 | Schulterabduktion und Außenrotation |
| N. radialis | C5-T1 | Extension von Ellenbogen, Handgelenk und Fingern |
| N. medianus | C5-T1 | Pronation, Handgelenksflexion, Daumenopposition |
| N. ulnaris | C8-T1 | Fingerabduktion/-adduktion, Daumenadduktion |
Klinische Läsionsmuster
Je nach Höhe der Schädigung werden laut Text verschiedene Syndrome unterschieden:
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Erb-Duchenne-Parese: Eine obere Läsion (C5-C6), oft durch Geburtstraumata, die zur typischen "Waiter's tip"-Haltung führt.
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Klumpke-Parese: Eine untere Läsion (C8-T1), die sich durch eine Krallenhand und gelegentlich ein Horner-Syndrom äußert.
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Thoracic-Outlet-Syndrom: Kompression des unteren Truncus und der Subclavia-Gefäße, oft bedingt durch eine Halsrippe oder einen Pancoast-Tumor.
Spezifische periphere Nervenläsionen
Der Text ordnet spezifischen Nervenverletzungen charakteristische Ausfallerscheinungen zu:
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Nervus radialis: Führt bei Kompression in der Axilla ("Saturday night palsy") zur Fallhand.
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Nervus thoracicus longus: Eine Läsion resultiert in einer Scapula alata, häufig nach axillärer Lymphknotendissektion.
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Nervus medianus: Schädigungen äußern sich durch eine Schwurhand ("hand of benediction") oder Affenhand.
💡Praxis-Tipp
Es wird betont, dass anatomische Variationen des Plexus brachialis häufig vorkommen und ein erhöhtes Risiko für iatrogene Verletzungen darstellen. Bei chirurgischen Eingriffen an der oberen Extremität wird empfohlen, auf atypische Verläufe, wie beispielsweise einen gespaltenen Nervus medianus, zu achten.
Häufig gestellte Fragen
Der Plexus brachialis entsteht aus den ventralen Ästen der Spinalnerven C5 bis T1. Diese bilden die anatomische Grundlage für die Innervation der gesamten oberen Extremität.
Laut StatPearls zeigt sich eine obere Plexusläsion typischerweise durch die sogenannte "Waiter's tip"-Stellung. Dabei ist der Arm des Betroffenen innenrotiert und an der Schulter adduziert.
Eine Fallhand (Wrist drop) entsteht durch eine Läsion des Nervus radialis. Der Text beschreibt dies häufig als Folge einer Kompression in der Axilla, klinisch auch bekannt als "Saturday night palsy".
Eine Scapula alata wird durch eine Schädigung des Nervus thoracicus longus verursacht. Dies tritt laut Quelle häufig nach einer axillären Lymphknotendissektion im Rahmen einer Mastektomie auf.
Es entsteht durch eine Kompression des unteren Truncus und der Gefäße, beispielsweise durch eine Halsrippe. Neben neurologischen Ausfällen kommt es dabei auch zu Ischämie, Schmerzen und Ödemen im Arm.
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Quelle: StatPearls: Anatomy, Shoulder and Upper Limb, Brachial Plexus (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.