Hautinnervation Schulter & Arm: StatPearls Zusammenfassung
Hintergrund
Die kutane Innervation der Schulter und der oberen Extremität erfolgt durch periphere Nerven, die überwiegend aus dem Plexus brachialis (C5-T1) stammen. Zusätzlich gibt es sensible Zuflüsse aus den zervikalen Wurzeln C3 und C4 sowie den Interkostalnerven.
Die Kenntnis der sensiblen Versorgungsgebiete ist klinisch essenziell. Laut der StatPearls-Zusammenfassung hilft die genaue Lokalisation von Schmerzen oder Sensibilitätsausfällen dabei, die Höhe einer Nervenläsion zu bestimmen.
Sensible Reize werden entweder über rein sensible Nerven oder über gemischte motorisch-sensible Nerven weitergeleitet. Bei gemischten Nerven erfolgt die motorische Innervation in der Regel weiter proximal als die sensible.
Empfehlungen
Der Text beschreibt folgende anatomische und klinische Kernaspekte zur kutanen Innervation:
Dermatome der oberen Extremität
Die Quelle definiert spezifische Testgebiete, an denen die Innervation durch einzelne Nervenwurzeln zuverlässig isoliert beurteilt werden kann:
| Nervenwurzel | Sensibles Versorgungsgebiet (Dermatom) |
|---|---|
| C4 | Superiore Schulter |
| C5 | Laterale Schulter |
| C6 | Daumen |
| C7 | Dritter Finger (Mittelfinger) |
| C8 | Fünfter Finger (Kleinfinger) |
| T1 | Medialer Arm |
| T2 | Axilla |
Wichtige Nervenläsionen der Schulter und des Oberarms
Die Quelle ordnet spezifischen Verletzungsmechanismen typische Nervenläsionen zu:
-
N. supraclavicularis: Häufig geschädigt bei offener Reposition und interner Fixation (ORIF) der Klavikula.
-
N. axillaris: Läsionen treten typischerweise bei vorderen Schulterluxationen oder Frakturen des Collum chirurgicum auf.
-
N. radialis: Besonders anfällig bei Humerusfrakturen oder durch anhaltenden Druck in der Axilla.
Läsionen im Bereich von Unterarm und Hand
Für die distale obere Extremität werden folgende klinische Muster beschrieben:
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N. medianus: Eine Kompression im Karpaltunnel spart die Sensibilität der Thenareminenz aus, da der Ramus palmaris vor dem Retinaculum flexorum abzweigt.
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N. ulnaris: Kompressionen können an multiplen Stellen auftreten, unter anderem am Sulcus nervi ulnaris oder in der Guyon-Loge.
Plexus-brachialis-Läsionen
Der Text unterscheidet zwei charakteristische Syndrome des Plexus brachialis:
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Erb-Lähmung (obere Plexuslähmung): Betrifft die Wurzeln C5 und C6, oft verursacht durch ein abwärts gerichtetes Trauma der Schulter.
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Klumpke-Lähmung (untere Plexuslähmung): Betrifft C8 und T1, typischerweise nach einem Sturz, der durch Greifen mit dem Arm abgefangen wird.
💡Praxis-Tipp
Ein wichtiges klinisches Unterscheidungsmerkmal bei Medianusläsionen ist die Sensibilität über der Thenareminenz. Der Text betont, dass diese bei einem Karpaltunnelsyndrom intakt bleibt, da der sensible Ast vor dem Karpaltunnel abzweigt. Bei einer proximaleren Läsion am Ellenbogen ist die Thenarsensibilität hingegen beeinträchtigt.
Häufig gestellte Fragen
Der Text ordnet den Nervenwurzeln spezifische Testgebiete zu. Beispielsweise versorgt C5 die laterale Schulter, C6 den Daumen, C7 den Mittelfinger und C8 den kleinen Finger.
Laut Quelle ist bei einer vorderen Schulterluxation besonders der Nervus axillaris gefährdet. Eine Schädigung zeigt sich unter anderem durch Sensibilitätsausfälle an der lateralen Schulter.
Der Ramus palmaris des Nervus medianus zweigt ab, bevor der Hauptnerv den Karpaltunnel passiert. Daher wird beschrieben, dass die Sensibilität über der Thenareminenz bei einer reinen Kompression im Karpaltunnel ausgespart bleibt.
Die Quelle weist darauf hin, dass der Nervus intercostobrachialis bei Mastektomien oder axillären Lymphknotendissektionen häufig verletzt wird. Dies führt zu Sensibilitätsstörungen in der Achselhöhle.
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Quelle: StatPearls: Anatomy, Shoulder and Upper Limb, Cutaneous Innervation (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.