StatPearls2026

Anatomie und Klinik des Musculus deltoideus: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Musculus deltoideus ist ein großer, dreieckiger intrinsischer Schultermuskel, der die abgerundete Kontur der Schulter bildet. Laut der StatPearls-Übersicht spielt er eine zentrale Rolle bei der Stabilität und Bewegung des Schultergelenks.

Der Muskel ist ein häufiger Ort für intramuskuläre Injektionen, einschließlich Impfungen. Zudem wird beschrieben, dass er bei Verletzungen der Rotatorenmanschette kompensatorisch wirken kann, um die resultierende Schulterschwäche durch Risse der Rotatorenmanschette auszugleichen.

Erkrankungen, die diesen Muskel betreffen, sind häufig auf Traumata oder chronischen Verschleiß zurückzuführen. Ein tiefes Verständnis der Anatomie ist laut den Autoren entscheidend für die Diagnose und Behandlung verschiedener Schultererkrankungen sowie für die chirurgische Planung.

Empfehlungen

Die StatPearls-Übersicht beschreibt folgende anatomische und klinische Kernaspekte:

Anatomie und Funktion

Der Muskel wird in drei funktionelle und strukturelle Anteile unterteilt. Die Innervation erfolgt durch den Nervus axillaris (C5 und C6), während die Blutversorgung primär über den Ramus thoracoacromialis der Arteria axillaris sichergestellt wird.

MuskelanteilUrsprungHauptfunktion
Pars clavicularis (anterior)Laterales Drittel der ClaviculaFlexion des Armes (zusammen mit M. pectoralis major)
Pars acromialis (lateral)Superiore Fläche des AkromionsAbduktion des Armes von 15° bis 100°
Pars spinalis (posterior)Spina scapulaeExtension des Armes (zusammen mit M. latissimus dorsi)

Chirurgische Zugangswege

Bei Schulteroperationen ist die Manipulation des Deltamuskels ein wesentlicher Faktor. Der Text beschreibt verschiedene etablierte Zugangswege:

  • Deltopektoraler Zugang: Hierbei wird der Muskel nach lateral und der Musculus pectoralis major nach medial retrahiert, wobei die Vena cephalica im Sulcus deltopectoralis geschont werden muss.

  • Anterolateraler Zugang: Dieser wird primär zur Reparatur der Rotatorenmanschette genutzt und erfordert eine Spaltung des Deltamuskels.

  • Lateraler Zugang: Erfordert ebenfalls eine Längsspaltung des Muskels, wobei eine Naht am Apex der Inzision vor einer versehentlichen Verletzung des Nervus axillaris schützt.

Klinische Untersuchung und Differenzialdiagnosen

Die Funktion des Deltamuskels wird klinisch getestet, indem der Arm des Patienten gegen Widerstand über 15° abduziert wird. Eine Unfähigkeit zur Abduktion weist jedoch nicht zwingend auf eine isolierte Pathologie des Muskels hin.

Als Differenzialdiagnosen für eine proximale Muskelschwäche oder Abduktionsunfähigkeit nennt der Text unter anderem:

  • Entzündliche Muskelerkrankungen wie Polymyositis und Dermatomyositis

  • Polymyalgia rheumatica (äußert sich typischerweise eher durch Steifigkeit als durch Schwäche)

  • Lambert-Eaton-Syndrom

  • Kachexie durch chronische Erkrankungen oder Mangelernährung

  • Seltene Nebenwirkungen von aluminiumhydroxidhaltigen Impfstoffen

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💡Praxis-Tipp

Bei chirurgischen Eingriffen an der Schulter wird vor einer iatrogenen Verletzung des Nervus axillaris gewarnt. Da der Nerv unter dem Deltamuskel verläuft, kann eine anteriore Retraktion oder Inzision den Nerv beschädigen, was zu einer Schwäche bei der Armabduktion über 15° und zu Sensibilitätsverlusten führt. Zudem wird betont, dass seltene anatomische Varianten, wie abweichende Muskelstränge oder ein atypischer Verlauf der Arteria thoracoacromialis, bei Lappenplastiken zu unerwarteten Komplikationen führen können.

Häufig gestellte Fragen

Laut der StatPearls-Übersicht wird der Deltamuskel durch den Nervus axillaris innerviert. Dieser entspringt den Nervenwurzeln C5 und C6 und verläuft zusammen mit der Arteria circumflexa humeri posterior durch die laterale Achsellücke.

Der Text beschreibt, dass der Deltamuskel die Abduktion des Armes nicht initiieren kann, da er parallel zur Humerusachse kontrahiert. Er übernimmt die Abduktion ab einem Winkel von 15° bis zu 100°, während die ersten 15° durch die Rotatorenmanschette erfolgen.

Als mögliche Komplikationen bei der chirurgischen Manipulation des Deltamuskels werden Schäden am Nervus axillaris genannt. Zudem kann es zu einer Ruptur der Vena cephalica kommen, was ein postoperatives Ödem der oberen Extremität zur Folge haben kann.

Eine isolierte Abduktionsschwäche kann auch systemische oder neuromuskuläre Ursachen haben. Die Übersicht nennt unter anderem Polymyositis, Dermatomyositis, Polymyalgia rheumatica sowie das Lambert-Eaton-Syndrom als mögliche Differenzialdiagnosen.

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Quelle: StatPearls: Anatomy, Shoulder and Upper Limb, Deltoid Muscle (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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