StatPearls2026

Nervus axillaris Läsion: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Nervus axillaris innerviert den Musculus deltoideus und den Musculus teres minor. Er ist essenziell für die Abduktion und Außenrotation des Schultergelenks sowie für die sensible Versorgung der lateralen Schulter.

Läsionen des Nervus axillaris treten laut StatPearls-Zusammenfassung häufig in Kombination mit anderen Plexus-brachialis-Schäden auf. Eine vordere Schulterluxation und forcierte Abduktion sind besonders bei jungen Patienten häufige Ursachen.

Das Risiko für eine Axillaris-Läsion nach einer glenohumeralen Luxation steigt mit dem Alter. Bei Patienten über 40 Jahren lässt sich in etwa 65 % der Fälle elektromyografisch eine Läsion nachweisen.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernaspekte für das Management:

Diagnostik

Es wird eine ausführliche Anamnese und körperliche Untersuchung empfohlen, einschließlich der Prüfung auf Sensibilitätsverluste und Muskelschwäche. Zur spezifischen Testung der Deltoideus- und Teres-minor-Funktion nennt der Text klinische Tests wie den Swallow-tail-Test, den Drop-arm-Test oder den Patte-Test.

Als Goldstandard zur Bestätigung der Diagnose wird die Elektromyografie (EMG) beschrieben. Bei atraumatischen Verletzungen sollte laut Text innerhalb eines Monats ein Basis-EMG erfolgen.

Bildgebende Verfahren wie Röntgen (bei Frakturverdacht) oder MRT (bei Verdacht auf Kompressionsneuropathie oder chronische Atrophie) werden ergänzend empfohlen.

Konservative Therapie

Die meisten Axillaris-Läsionen können konservativ behandelt werden. Nach einer Schulterluxation wird eine Immobilisation empfohlen:

  • 4 bis 6 Wochen bei jungen Patienten

  • 7 bis 10 Tage bei älteren Patienten

Im Anschluss wird eine umfassende physiotherapeutische Rehabilitation zur Wiederherstellung von Muskelkraft und Schultermobilität angeraten.

Chirurgische Therapie und Monitoring

Das Management richtet sich nach dem Schweregrad der Nervenverletzung:

VerletzungstypErholungsprognoseEmpfohlenes Management
NeuropraxieVollständige Erholung (6-12 Monate)Konservativ, spontane Erholung abwarten
Axonotmesis70-80 % ErholungsrateSerielle EMGs; OP-Exploration, falls nach 6-9 Monaten keine Besserung
NeurotmesisKeine spontane ErholungChirurgische Intervention zwingend erforderlich

Bei geschlossenen Traumata kann eine chirurgische Intervention erwogen werden, wenn das EMG nach 3 Monaten keine Besserung zeigt. Akute Nervenläsionen erfordern ein zeitnahes chirurgisches Vorgehen.

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💡Praxis-Tipp

Der Text weist darauf hin, dass eine Schwäche bei der Außenrotation der Schulter klinisch oft maskiert wird, da der Musculus infraspinatus diese Funktion teilweise kompensieren kann. Zudem wird betont, dass komplexe Schulterluxationen innerhalb von 12 Stunden reponiert werden sollten, da sich andernfalls das Risiko für dauerhafte Nervenschäden signifikant erhöht.

Häufig gestellte Fragen

Der Goldstandard zur Diagnosestellung ist laut StatPearls die Elektromyografie (EMG). Ergänzend werden klinische Tests sowie Röntgen oder MRT bei spezifischen Fragestellungen empfohlen.

Bei leichten Verletzungen (Neuropraxie) erfolgt eine vollständige Erholung meist innerhalb von 6 bis 12 Monaten. Der Text gibt an, dass die meisten geringgradigen Verletzungen nach einer Schulterluxation innerhalb von 7 Monaten ausheilen.

Eine Operation wird empfohlen, wenn bei geschlossenen Traumata nach 3 Monaten keine EMG-Besserung eintritt oder bei einer Axonotmesis nach 6 bis 9 Monaten keine Regeneration erkennbar ist. Bei vollständigen Durchtrennungen (Neurotmesis) ist ein chirurgischer Eingriff zwingend erforderlich.

Es wird eine Immobilisation von 4 bis 6 Wochen bei jungen Patienten empfohlen. Bei älteren Patienten wird eine kürzere Ruhigstellung von 7 bis 10 Tagen angeraten.

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Quelle: StatPearls: Axillary Nerve Injury (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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