Spezifischer Kreuzschmerz: Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF / DGOU (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S2k-Leitlinie der AWMF (187-059) behandelt die Diagnostik und Therapie des spezifischen Kreuzschmerzes. Sie dient als Ergänzung zur Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL) Nicht-Spezifischer Kreuzschmerz.

Die Leitlinie kommt zur Anwendung, wenn eindeutige Hinweise auf eine spezifische Ursache vorliegen oder die leitliniengerechte Standardtherapie nicht zielführend ist. Ziel ist eine zeitnahe diagnostische Zuordnung und adäquate Therapieeinleitung.

Es wird betont, dass auch bei spezifischen morphologischen Ursachen psychische Komorbiditäten berücksichtigt werden sollen. Dies gilt laut Leitlinie insbesondere vor der Indikation zur Durchführung operativer Maßnahmen.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein wichtiger Hinweis für den klinischen Alltag ist die klare Positionierung der Leitlinie gegen bestimmte diagnostische und therapeutische Verfahren. So wird von der Durchführung einer lumbalen Discographie zum Nachweis eines discogenen Lumbalsyndroms explizit abgeraten. Ebenso wird betont, dass der routinemäßige Einsatz von interspinösen Spreizern bei der Spinalkanalstenose nicht erfolgen sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie sollte bei chronischem Rückenschmerz mit Beginn vor dem 45. Lebensjahr nach dem Symptom des entzündlichen Rückenschmerzes gefragt werden. Bei Vorliegen dieses Symptoms oder einem positiven HLA-B27-Test wird eine rheumatologische Vorstellung empfohlen.

Die Leitlinie empfiehlt bei Verdacht auf eine Claudicatio spinalis primär die Durchführung einer MRT-Diagnostik. Ergänzend kann ein Röntgen im Stehen durchgeführt werden, bei Verdacht auf Instabilität auch Funktionsaufnahmen.

Es wird empfohlen, den routinemäßigen Einsatz von Fusionstechniken zusätzlich zur Dekompression zu vermeiden. Eine zusätzliche Stabilisierung sollte gemäß Leitlinie nur beim Vorliegen von klinischen und radiologischen Instabilitätszeichen erfolgen.

Anamnese und klinische Untersuchung geben erste Hinweise, können die Diagnose aber nicht abschließend sichern. Zur Bestätigung wird die Durchführung diagnostischer Facettenblockaden (Medial Branch Block unter Durchleuchtung) empfohlen.

Die Leitlinie rät von der Durchführung einer lumbalen Discographie zum Nachweis eines discogenen Lumbalsyndroms ab. Es wird darauf hingewiesen, dass dieses Verfahren zu einer beschleunigten Bandscheibendegeneration führen kann.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: S2k-Leitlinie Spezifischer Kreuzschmerz (AWMF 187-059, 2024) (AWMF / DGOU, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.