Schwangerschaftsabbruch 1. Trimenon: Verfahren & Ablauf

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-S2k-Leitlinie behandelt die medizinischen Grundlagen, die Durchführung und die Überwachung des Schwangerschaftsabbruchs bis zur 12+0 Schwangerschaftswoche (SSW) post conceptionem. Ziel ist die Verbesserung und Vereinheitlichung der Versorgung.

In Deutschland werden jährlich etwa 100.000 Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt. Die Mehrheit erfolgt operativ mittels Vakuumaspiration, während etwa ein Drittel medikamentös vorgenommen wird.

Die Leitlinie richtet sich an ärztliches Personal in Praxen und Kliniken sowie an Fachkräfte in Beratungsstellen. Sie betont die Wichtigkeit einer wertneutralen, ergebnisoffenen und nicht-direktiven Beratung zur informierten Entscheidungsfindung.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler ist die Beurteilung des Erfolgs eines medikamentösen Abbruchs allein anhand der Endometriumdicke im Ultraschall. Die Leitlinie betont, dass die Endometriumdicke bei symptomfreien Frauen kein Kriterium für eine operative Intervention sein sollte. Es wird empfohlen, die Indikation für Zweiteingriffe primär anhand klinischer Symptome wie starker Blutungen oder Schmerzen zu stellen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt die Vakuumaspiration als Methode der Wahl im ersten Trimenon. Von der Verwendung einer Metallkürette sowie einer instrumentellen Nachtastung wird ausdrücklich abgeraten.

Laut Leitlinie sollten Rhesus-negative Frauen bei einem Abbruch ab einer Schwangerschaftsdauer von >9/0 SSW eine Anti-D-Prophylaxe erhalten. Bei einem negativen fetalen Rhesusfaktor im NIPT oder vorhandenen Anti-D-Antikörpern soll keine Injektion erfolgen.

Es wird die Gabe von nicht-steroidalen Antiphlogistika wie Ibuprofen empfohlen. Paracetamol sollte wegen geringer Wirksamkeit nicht angewendet werden, während Metamizol oder schwache Opioide wie Tramadol als Alternativen in Betracht kommen.

Die Leitlinie hält fest, dass hormonelle Kontrazeptiva zeitgleich mit dem Schwangerschaftsabbruch begonnen werden können. Dies beeinflusst weder das Risikoprofil noch den Erfolg des Abbruchs negativ.

Beim operativen Abbruch kann eine perioperative Antibiotikaprophylaxe als Einmaldosis verabreicht werden. Beim medikamentösen Abbruch wird eine routinemäßige Prophylaxe nicht empfohlen; hier sollte bei Verdacht auf Infektionen vorab ein Zervixabstrich erfolgen.

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Quelle: Schwangerschaftsabbruch im 1. Trimenon (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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