BfArM2015

Uterusperforation bei IUPs: Rote-Hand-Brief BfArM

Diese Leitlinie stammt aus 2015 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2015)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Rote-Hand-Brief des BfArM (2015) informiert über das Risiko einer Uterusperforation bei der Anwendung von kupfer- und levonorgestrelhaltigen Intrauterinpessaren (IUPs). Grundlage dieser Sicherheitswarnung sind die Ergebnisse der „European Active Surveillance Study for Intrauterine Devices” (EURAS-IUD).

Die Studie bestätigt eine insgesamt niedrige Perforationsrate von etwa 1 von 1.000 Insertionen. Gleichzeitig wird betont, dass IUPs eine hohe empfängnisverhütende Wirksamkeit aufweisen.

Laut Rote-Hand-Brief überwiegt der Nutzen von IUPs weiterhin das Risiko. Dies gilt ausdrücklich auch für stillende Frauen sowie für Frauen, die kürzlich entbunden haben.

Empfehlungen

Aufklärung und Risikofaktoren

Die EURAS-IUD-Studie identifiziert spezifische Risikofaktoren für eine Uterusperforation, die unabhängig vom eingesetzten IUP-Typ sind. Es wird empfohlen, Anwenderinnen vor der Einlage über das Risiko von ca. 1 auf 1.000 Insertionen aufzuklären.

ParameterAusprägung / Häufigkeit
Allgemeine Inzidenzca. 1 von 1.000 Insertionen
Hauptrisikofaktor 1Stillen zum Zeitpunkt der Insertion
Hauptrisikofaktor 2Insertion in den ersten 36 Wochen nach Entbindung

Symptome einer Uterusperforation

Es wird angeraten, Anwenderinnen vor der Insertion über mögliche Warnzeichen zu informieren. Zu den im Rote-Hand-Brief genannten Symptomen gehören:

  • Starke Schmerzen im Unterbauch nach der Insertion (stärker als übliche Menstruationskrämpfe)

  • Nicht mehr tastbare Rückholfäden in der Scheide

  • Schmerzen oder verstärkte Menstruationsblutungen, die über mehrere Wochen anhalten

  • Plötzliche Veränderungen der Periode

  • Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs

Klinisches Management und Nachsorge

Ärzten wird geraten, die Anwenderinnen in der Selbstkontrolle der Rückholfäden zu unterweisen. Falls die Fäden nicht tastbar sind, wird eine zusätzliche Kontrolluntersuchung empfohlen, insbesondere bei begleitenden außergewöhnlichen Schmerzen.

Der Rote-Hand-Brief weist darauf hin, dass auch bei sicht- oder tastbaren Fäden eine Teilperforation vorliegen kann. Bei starken Schmerzen nach der Einlage wird daher die Durchführung einer Ultraschalluntersuchung empfohlen.

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💡Praxis-Tipp

Ein wichtiger Hinweis des Rote-Hand-Briefs ist, dass eine Teilperforation des Uterus auch dann vorliegen kann, wenn die Rückholfäden des IUPs noch in der Scheide sichtbar oder tastbar sind. Es wird empfohlen, bei starken Schmerzen nach der Insertion stets an diese Möglichkeit zu denken und eine Ultraschalluntersuchung zur Lagekontrolle durchzuführen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Rote-Hand-Brief liegt die Häufigkeit einer Uterusperforation bei etwa 1 von 1.000 Insertionen. Diese Rate gilt sowohl für kupferhaltige als auch für levonorgestrelhaltige Intrauterinpessare.

Die wichtigsten Risikofaktoren sind das Stillen zum Zeitpunkt der Einlage sowie eine Insertion innerhalb der ersten 36 Wochen nach einer Entbindung. Diese Faktoren sind unabhängig vom verwendeten IUP-Typ.

Ja, der Rote-Hand-Brief betont, dass der Nutzen der hohen empfängnisverhütenden Wirksamkeit das Risiko einer Perforation überwiegt. Dies gilt ausdrücklich auch für stillende Frauen und Frauen kurz nach einer Entbindung.

Warnzeichen sind unter anderem starke Unterbauchschmerzen nach der Einlage, nicht mehr tastbare Rückholfäden, anhaltende Schmerzen oder Blutungen sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Anwenderinnen sollten über diese Symptome vorab aufgeklärt werden.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zur Anwendung von Intrauterinpessaren (IUPs): Risiko einer Uterusperforation (BfArM, 2015). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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