BfArM2014

Kombinierte Kontrazeptiva & VTE-Risiko: BfArM Rote-Hand-Brief

Diese Leitlinie stammt aus 2014 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2014)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Kurztext des Rote-Hand-Briefs des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2014.

Kombinierte hormonale Kontrazeptiva (KHK) gehören zu den am häufigsten verordneten Methoden der Empfängnisverhütung. Sie bestehen in der Regel aus einer Östrogen- und einer Gestagen-Komponente. Ein bekanntes, seltenes, aber potenziell lebensbedrohliches Risiko dieser Präparate ist das Auftreten von venösen Thromboembolien (VTE).

Der vorliegende Rote-Hand-Brief wurde in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) veröffentlicht. Er adressiert neue Erkenntnisse bezüglich des VTE-Risikos, welches signifikant von der jeweils eingesetzten Gestagen-Komponente abhängt.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief formuliert folgende Kernaspekte für den klinischen Alltag:

Risikobewertung nach Gestagen-Komponente

Laut BfArM muss bei der Verordnung von kombinierten hormonalen Kontrazeptiva beachtet werden, dass das Risiko für venöse Thromboembolien (VTE) variiert. Es wird betont, dass dieses Risiko in direkter Abhängigkeit zur enthaltenen Gestagen-Komponente steht.

Nutzung von Informationsmaterialien

Um die Arzneimittelsicherheit zu erhöhen, wird die konsequente Nutzung standardisierter Aufklärungsmaterialien empfohlen. Insbesondere bei der Erstverschreibung sollen folgende Dokumente zum Einsatz kommen:

  • Eine spezifische „Checkliste für die Verschreibung kombinierter hormonaler Kontrazeptiva“ zur ärztlichen Dokumentation und Risikoprüfung.

  • Eine Patientinnenkarte mit dem Titel „Wichtige Informationen über kombinierte hormonale Kontrazeptiva und das Risiko für Blutgerinnsel“.

Es wird nachdrücklich empfohlen, die Patientinnenkarte den Anwenderinnen physisch auszuhändigen, um sie über die Risiken und Symptome von Blutgerinnseln aufzuklären.

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💡Praxis-Tipp

Laut Rote-Hand-Brief wird dringend angeraten, bei der Erstverschreibung von kombinierten hormonalen Kontrazeptiva systematisch die bereitgestellte ärztliche Checkliste zu verwenden. Zudem wird betont, dass die Aushändigung der Patientinnenkarte essenziell ist, um Anwenderinnen für die frühen Warnzeichen einer venösen Thromboembolie zu sensibilisieren.

Häufig gestellte Fragen

Der Rote-Hand-Brief listet verschiedene Östrogene und Gestagene auf. Dazu gehören Ethinylestradiol, Estradiol, Chlormadinon, Desogestrel, Dienogest, Drospirenon, Etonogestrel, Gestoden, Nomegestrol, Norelgestromin und Norgestimat.

Laut BfArM hängt das Risiko für venöse Thromboembolien (VTE) bei kombinierten hormonalen Kontrazeptiva maßgeblich von der jeweils enthaltenen Gestagen-Komponente ab.

Es wird empfohlen, bei der Erstverschreibung eine spezifische ärztliche Checkliste auszufüllen. Zusätzlich soll den Patientinnen zwingend eine Informationskarte zum Risiko von Blutgerinnseln ausgehändigt werden.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu kombinierten hormonalen Kontrazeptiva, einschließlich Informationsmaterialien: Risiko von venösen Thromboembolien (BfArM, 2014). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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