BfArM2011

Virazole (Ribavirin): Rote-Hand-Brief BfArM

Diese Leitlinie stammt aus 2011 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2011)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Ribavirin (Virazole) ist ein Virostatikum, das unter anderem als Inhalationslösung bei schweren Atemwegsinfektionen eingesetzt wird. Diese Zusammenfassung basiert auf einem Rote-Hand-Brief des BfArM aus dem Jahr 2011 zu Virazole 6 g Trockensubstanz (Pulver zur Herstellung einer Lösung für einen Vernebler).

Hintergrund der Sicherheitswarnung sind bedeutende Mängel der Guten Herstellungspraxis (GMP) in der Herstellungsstätte Ben Venue Laboratories. Es bestehen konkrete Bedenken hinsichtlich Sterilitätsproblemen sowie möglichen Partikelverunreinigungen des Arzneimittels.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief formuliert folgende Kernempfehlungen für den klinischen Umgang mit dem betroffenen Arzneimittel:

Indikationsstellung

Laut Sicherheitswarnung wird empfohlen, Patienten nur dann mit Virazole zu behandeln, wenn der Einsatz als absolut essenziell erachtet wird. Eine strenge Nutzen-Risiko-Abwägung ist in diesen Fällen erforderlich.

Anwendung und Kontrolle

Vor der Anwendung wird eine genaue Prüfung des Medikaments empfohlen:

  • Die Durchstechflaschen sollen vor der Verabreichung visuell auf Partikelverunreinigungen kontrolliert werden.

Meldepflicht bei Komplikationen

Es wird empfohlen, auf mögliche sekundäre Infektionen zu achten. Verdachtsfälle von Koinfektionen sollten wie folgt gemeldet werden:

  • Meldung von mykotischen oder bakteriellen Koinfektionen.

  • Zwingende Angabe der verwendeten Chargennummer bei der Meldung.

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💡Praxis-Tipp

Bei der unverzichtbaren Anwendung von Virazole wird eine sorgfältige visuelle Kontrolle der Durchstechflaschen auf Partikelverunreinigungen vor der Rekonstitution empfohlen. Zudem wird ärztliches Personal angehalten, bei auftretenden bakteriellen oder mykotischen Koinfektionen umgehend eine Meldung unter Angabe der Chargennummer vorzunehmen.

Häufig gestellte Fragen

Der Rote-Hand-Brief wurde aufgrund von bedeutenden Mängeln der Guten Herstellungspraxis (GMP) in der Herstellungsstätte herausgegeben. Es bestehen Risiken durch Sterilitätsprobleme und Partikelverunreinigungen.

Laut Sicherheitswarnung wird empfohlen, das Medikament nur noch dann einzusetzen, wenn die Behandlung als absolut essenziell erachtet wird.

Es wird empfohlen, die Durchstechflaschen vor der Anwendung visuell auf mögliche Partikelverunreinigungen zu überprüfen.

Verdachtsfälle von bakteriellen oder mykotischen Koinfektionen sollen umgehend gemeldet werden. Dabei wird die zwingende Angabe der verwendeten Chargennummer gefordert.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Virazole® (Ribavirin) 6 g Trockensubstanz, Pulver zur Herstellung einer Lösung für einen Vernebler: Sterilitätsprobleme und Partikelverunreinigungen in der Herstellungsstätte (BfArM, 2011). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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