BfArM2014

Strontiumranelat (Protelos): Rote-Hand-Brief BfArM

Diese Leitlinie stammt aus 2014 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2014)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Strontiumranelat (Protelos) ist ein Arzneistoff, der zur Behandlung der Osteoporose eingesetzt wird. Die Erkrankung ist durch eine verminderte Knochendichte und ein erhöhtes Frakturrisiko gekennzeichnet.

Im Jahr 2014 veröffentlichte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) einen Rote-Hand-Brief zu Protelos. Hintergrund waren neu bewertete Sicherheitsrisiken, die eine Anpassung der Zulassung und Indikationseinschränkungen erforderlich machten.

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Kurztext der Sicherheitswarnung des BfArM.

Empfehlungen

Die Sicherheitswarnung des BfArM formuliert folgende Kernvorgaben für den Einsatz von Strontiumranelat (Protelos):

Eingeschränkte Indikation

Laut Rote-Hand-Brief ist der Einsatz von Protelos auf folgende Personengruppen beschränkt:

  • Postmenopausale Frauen mit schwerer Osteoporose und hohem Frakturrisiko

  • Erwachsene Männer mit schwerer Osteoporose und hohem Frakturrisiko

Zudem wird betont, dass die Verordnung nur erfolgen darf, wenn eine Behandlung mit anderen zugelassenen Osteoporose-Medikamenten nicht möglich ist. Als Gründe hierfür nennt das BfArM explizit bestehende Kontraindikationen oder Unverträglichkeiten gegenüber anderen Therapieoptionen.

Kardiovaskuläres Monitoring

Es wird eine regelmäßige Überprüfung des kardiovaskulären Risikos der behandelten Personen gefordert. Das BfArM empfiehlt hierfür üblicherweise ein Intervall von 6 bis 12 Monaten.

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💡Praxis-Tipp

Der Rote-Hand-Brief unterstreicht, dass Strontiumranelat (Protelos) nicht als Erstlinientherapie der Osteoporose eingesetzt werden sollte, sondern als Reservemittel fungiert. Es wird besonders darauf hingewiesen, das kardiovaskuläre Risiko der Behandelten alle 6 bis 12 Monate routinemäßig zu reevaluieren.

Häufig gestellte Fragen

Laut BfArM ist der Einsatz auf postmenopausale Frauen und erwachsene Männer mit schwerer Osteoporose und hohem Frakturrisiko beschränkt. Voraussetzung ist zudem, dass andere zugelassene Osteoporosetherapien nicht möglich sind.

Die Verordnung wird nur als Reserveoption empfohlen, wenn alternative Medikamente nicht in Frage kommen. Dies ist laut Sicherheitswarnung beispielsweise bei Kontraindikationen oder Unverträglichkeiten gegenüber anderen Präparaten der Fall.

Der Rote-Hand-Brief fordert eine regelmäßige Überprüfung des kardiovaskulären Risikos. Diese Kontrolle wird üblicherweise in einem Intervall von 6 bis 12 Monaten empfohlen.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Protelos® (Strontiumranelat): Indikationseinschränkung und Empfehlungen zu Kontrollen bei der Einnahme (BfArM, 2014). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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