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Herzinsuffizienz-Risiko: Rote-Hand-Brief zu Crizotinib

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KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2015)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Crizotinib (Handelsname Xalkori) ist ein Tyrosinkinase-Inhibitor, der in der zielgerichteten Therapie des ALK-positiven nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) eingesetzt wird.

Diese Zusammenfassung basiert auf einem kurzen Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2015. Das Dokument informiert über neu erkannte kardiale Risiken unter der Therapie mit diesem Wirkstoff.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief des BfArM formuliert folgende Warnhinweise und Empfehlungen zur Therapie mit Crizotinib (Xalkori):

Risiko einer Herzinsuffizienz

Laut der Sicherheitsinformation wurden bei Patienten mit ALK-positivem NSCLC unter der Behandlung mit Crizotinib schwere Fälle von Herzinsuffizienz berichtet. Diese verliefen in einigen Fällen tödlich.

Es wird explizit darauf hingewiesen, dass die Herzinsuffizienz sowohl bei Patienten mit als auch ohne vorbestehende Herzerkrankungen aufgetreten ist.

Klinisches Management

Bei Auftreten von Symptomen einer Herzinsuffizienz wird ein an die klinische Situation angepasstes Vorgehen empfohlen. Je nach Bedarf nennt das Dokument folgende Optionen:

  • Unterbrechung der Anwendung von Crizotinib

  • Dosisreduktion des Medikaments

  • Vollständiger Therapieabbruch

Kontraindikationen

Der Rote-Hand-Brief warnt ausdrücklich vor dem Risiko einer schweren, potenziell tödlich verlaufenden Herzinsuffizienz unter der Therapie mit Crizotinib.

Dieses Risiko besteht laut Dokument unabhängig davon, ob bei den behandelten Patienten bereits vorbestehende Herzerkrankungen bekannt sind oder nicht.

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💡Praxis-Tipp

Bei Patienten unter Crizotinib-Therapie wird eine erhöhte klinische Wachsamkeit bezüglich Symptomen einer Herzinsuffizienz empfohlen. Da diese Komplikation auch bei herzgesunden Patienten ohne kardiale Vorgeschichte auftreten kann, sollte bei entsprechenden klinischen Zeichen zeitnah eine Dosisanpassung oder ein Therapieabbruch erwogen werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Rote-Hand-Brief des BfArM kann es unter Crizotinib zu schweren Fällen von Herzinsuffizienz kommen. Diese Komplikationen verliefen in einigen berichteten Fällen tödlich.

Nein, das Risiko betrifft nicht nur vorerkrankte Personen. Die Sicherheitsinformation betont, dass die Herzinsuffizienz auch bei Patienten ohne vorbestehende Herzerkrankungen aufgetreten ist.

Es wird empfohlen, das klinische Management an die Schwere der Symptomatik anzupassen. Als mögliche Maßnahmen nennt das Dokument eine Therapieunterbrechung, eine Dosisreduktion oder einen kompletten Therapieabbruch.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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