Paracetamol i.v.: Dosierung und Überdosierungsrisiko
Hintergrund
Der Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2012 warnt vor Medikationsfehlern bei der Anwendung von Perfalgan® 10 mg/ml Infusionslösung (Paracetamol i.v.). Diese Zusammenfassung basiert auf der Kurzinformation des Rote-Hand-Briefs.
Paracetamol ist ein weltweit eingesetztes Analgetikum und Antipyretikum. Bei der intravenösen Gabe ist eine exakte gewichtsadaptierte Dosierung essenziell, da eine Überdosierung zu schweren hepatotoxischen Schäden führen kann.
Empfehlungen
Das BfArM formuliert in seinem Rote-Hand-Brief folgende zentrale Warnhinweise zur Patientensicherheit:
Risikogruppen für eine Überdosierung
Laut der Sicherheitsinformation wird explizit auf das Risiko einer versehentlichen Überdosierung bei bestimmten, vulnerablen Patientengruppen hingewiesen. Besondere Vorsicht ist bei folgenden Gruppen geboten:
-
Neugeborene
-
Säuglinge
-
Untergewichtige Erwachsene
Klinische Konsequenz
Es wird eine strikte Beachtung der gewichtsadaptierten Dosierung bei diesen Patientengruppen empfohlen. Insbesondere bei Erwachsenen mit niedrigem Körpergewicht sollte auf eine individuelle Dosisanpassung geachtet werden, um toxische Komplikationen durch Standarddosierungen zu vermeiden.
💡Praxis-Tipp
Bei der Verordnung von intravenösem Paracetamol wird eine genaue Gewichtskontrolle empfohlen. Insbesondere bei untergewichtigen Erwachsenen wird häufig das Risiko einer versehentlichen Überdosierung durch die unkritische Anwendung von Standarddosierungen unterschätzt.
Häufig gestellte Fragen
Das BfArM warnt explizit vor Überdosierungen bei Neugeborenen, Säuglingen sowie bei untergewichtigen Erwachsenen.
Bei untergewichtigen Erwachsenen besteht die Gefahr, dass Standarddosierungen für normalgewichtige Erwachsene angewendet werden. Dies kann laut Rote-Hand-Brief zu einer versehentlichen Überdosierung führen.
Die Warnung bezieht sich spezifisch auf die intravenöse Anwendung von Paracetamol. Konkret wird die Perfalgan 10 mg/ml Infusionslösung genannt.
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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Perfalgan® 10 mg/ml Infusionslösung (Paracetamol i.v.): Risiko einer versehentlichen Überdosierung (BfArM, 2012). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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