BfArM2020

Metamizol Leberschaden: Rote-Hand-Brief BfArM

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Metamizol ist ein häufig eingesetztes Nicht-Opioid-Analgetikum und Antipyretikum. Der Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2020 informiert über neue Sicherheitsbedenken bezüglich dieses Wirkstoffs.

In Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und den Zulassungsinhabern wird auf das Risiko von Leberschädigungen hingewiesen. Diese Zusammenfassung basiert auf der Kurzinformation des BfArM-Rote-Hand-Briefs.

Empfehlungen

Die Kurzinformation des Rote-Hand-Briefs fokussiert sich auf folgende Kernaussagen zur Arzneimittelsicherheit:

Arzneimittelbedingter Leberschaden

  • Unter der Behandlung mit metamizolhaltigen Arzneimitteln wurden Fälle von arzneimittelbedingten Leberschäden berichtet.

  • Dieses Risiko wird in der Fachliteratur als "Drug-induced liver injury" (DILI) bezeichnet.

  • Die Information erfolgt in direkter Abstimmung zwischen den Zulassungsinhabern, der EMA und dem BfArM.

Klinisches Management (Allgemeiner Hintergrund)

  • Ein arzneimittelbedingter Leberschaden kann sich durch unspezifische Symptome wie Fatigue, dunklen Urin, Ikterus oder einen Anstieg der Leberenzyme äußern.

  • Bei Verdacht auf eine medikamentös induzierte Leberschädigung wird allgemein ein sofortiges Pausieren der potenziell auslösenden Medikation empfohlen.

  • Metamizol sollte bei entsprechenden Symptomen als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden.

Kontraindikationen

Warnhinweise

Der Rote-Hand-Brief warnt explizit vor dem Risiko eines arzneimittelbedingten Leberschadens (Drug-induced liver injury, DILI) unter der Behandlung mit Metamizol.

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💡Praxis-Tipp

Es wird empfohlen, bei einer Therapie mit Metamizol auf klinische Symptome eines Leberschadens zu achten. Bei unklaren Erhöhungen der Transaminasen oder Zeichen eines Ikterus sollte Metamizol als möglicher Auslöser (DILI) in die differentialdiagnostischen Überlegungen einbezogen werden.

Häufig gestellte Fragen

Das BfArM und die EMA informierten über neu berichtete Fälle von arzneimittelbedingten Leberschäden (DILI) im Zusammenhang mit der Einnahme von Metamizol.

DILI steht für "Drug-induced liver injury" und bezeichnet einen durch Medikamente verursachten Leberschaden. Dieser kann sich durch erhöhte Leberwerte oder klinische Symptome wie einen Ikterus äußern.

Die Sicherheitsinformation wurde von den Zulassungsinhabern metamizolhaltiger Arzneimittel in enger Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und dem BfArM veröffentlicht.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Metamizol: Risiko für arzneimittelbedingten Leberschaden (BfArM, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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