BfArM2016

Levetiracetam Lösung: BfArM Rote-Hand-Brief Überdosierung

Diese Leitlinie stammt aus 2016 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2016)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf einem Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2016. Levetiracetam ist ein Antiepileptikum, das unter anderem als Lösung zum Einnehmen (100 mg/ml) zur Verfügung steht.

Insbesondere in der Pädiatrie wird häufig auf flüssige Darreichungsformen zurückgegriffen, um eine exakte gewichtsadaptierte Dosierung zu ermöglichen. Dabei birgt die Handhabung von Dosierspritzen und -bechern jedoch Fehlerquellen im klinischen und häuslichen Alltag.

Der vorliegende Rote-Hand-Brief adressiert aufgetretene Medikationsfehler bei der Verabreichung der Levetiracetam-Lösung. Diese führten in der Praxis zu erheblichen Überdosierungen, weshalb die Behörde auf eine sorgfältige Verordnungs- und Abgabepraxis hinweist.

Empfehlungen

Risiko der Überdosierung

Laut dem Rote-Hand-Brief des BfArM kam es bei der Verabreichung von Levetiracetam-Lösung (100 mg/ml) in mehreren Fällen zu einer versehentlichen, massiven Überdosierung. Es wurden Dosierungen verabreicht, die bis zum Zehnfachen der vorgesehenen Menge entsprachen.

Betroffen von diesen Medikationsfehlern waren laut der Meldung insbesondere Kinder im Alter von bis zu elf Jahren.

Ursachen für Medikationsfehler

Als maßgebliche Ursache für die fehlerhafte Dosierung wurde die Verwendung einer falschen Dosiervorrichtung identifiziert.

Maßnahmen zur Prävention

Um weitere Überdosierungen zu vermeiden, weist das BfArM nachdrücklich auf die Notwendigkeit einer sorgfältigen Praxis in folgenden Bereichen hin:

  • Verordnung des Arzneimittels durch den Arzt

  • Abgabe des Medikaments durch die Apotheke

  • Anwendung durch Patienten, Eltern oder Pflegepersonal

Kontraindikationen

Warnhinweise zur Überdosierung

Der Rote-Hand-Brief warnt ausdrücklich vor den potenziell lebensbedrohlichen Folgen einer Überdosierung mit Levetiracetam. Folgende schwere Symptome können laut BfArM auftreten:

  • Herabgesetztes Bewusstsein

  • Atemdepression

  • Koma

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💡Praxis-Tipp

Bei der Verordnung von Levetiracetam-Lösung (100 mg/ml) wird eine besondere Aufmerksamkeit hinsichtlich der verwendeten Dosierhilfen angeraten. Laut BfArM ist insbesondere bei Kindern unter elf Jahren das Risiko einer bis zu zehnfachen Überdosierung durch falsche Dosiervorrichtungen stark erhöht. Es wird eine genaue Einweisung der Betreuungspersonen in die korrekte Handhabung der spezifischen Original-Dosierspritze empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Das BfArM veröffentlichte die Warnung, da es bei der Verabreichung der Lösung (100 mg/ml) zu versehentlichen, bis zu zehnfachen Überdosierungen kam. Als Hauptursache wurde die Verwendung falscher Dosiervorrichtungen identifiziert.

Laut der Sicherheitswarnung traten die schweren Medikationsfehler insbesondere bei Kindern im Alter von bis zu elf Jahren auf.

Eine Überdosierung kann laut BfArM zu schwerwiegenden neurologischen und respiratorischen Symptomen führen. Dazu zählen ein herabgesetztes Bewusstsein, Atemdepression sowie ein Koma.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu levetiracetamhaltigen Lösungen zum Einnehmen: Risiko einer Überdosierung durch Medikationsfehler (BfArM, 2016). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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