BfArM2018

Mycophenolat Kontrazeption: Rote-Hand-Brief BfArM

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2018. Mycophenolatmofetil (MMF) und Mycophenolsäure (MPA) sind Immunsuppressiva, die in der Medizin häufig zur Prophylaxe von Transplantatabstoßungen sowie bei verschiedenen Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden.

Aufgrund der nachgewiesenen Genotoxizität und Teratogenität dieser Wirkstoffe gelten strenge Sicherheitsvorgaben. Der Rote-Hand-Brief aktualisiert und präzisiert die Empfehlungen zur Kontrazeption für männliche und weibliche Patienten unter einer Mycophenolat-Therapie.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief formuliert spezifische Vorgaben zur Empfängnisverhütung während und nach einer Therapie mit Mycophenolatmofetil (MMF) oder Mycophenolsäure (MPA).

Übersicht der Kontrazeptionsvorgaben

PatientengruppeDauer nach TherapieendeEmpfohlene Methoden
Männliche PatientenMindestens 90 TageEine zuverlässige Methode (durch Patient oder Partnerin)
Weibliche Patienten (gebärfähig)Mindestens 6 WochenMindestens eine, vorzugsweise zwei zuverlässige Methoden

Empfehlungen für männliche Patienten

  • Da die Wirkstoffe genotoxisch sind, wird bei männlichen Patienten eine zuverlässige Verhütungsmethode empfohlen.

  • Diese kann laut BfArM entweder vom Patienten selbst oder von dessen Partnerin angewendet werden.

  • Die Kontrazeption muss während der gesamten Behandlung sowie für mindestens 90 Tage nach Therapieende erfolgen.

Empfehlungen für weibliche Patienten

  • Für Frauen bleibt das bekannte Risikoprofil laut Rote-Hand-Brief unverändert.

  • Es wird vorgegeben, dass Patientinnen im gebärfähigen Alter vor Beginn, während und für 6 Wochen nach Beendigung der Behandlung verhüten.

  • Es ist mindestens eine zuverlässige Form der Kontrazeption zwingend erforderlich.

  • Vorzugsweise, aber nicht zwingend, sollten zwei Formen der Kontrazeption kombiniert werden.

Kontraindikationen

Laut dem Rote-Hand-Brief sind Arzneimittel mit Mycophenolat bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine zuverlässige Verhütungsmethode verwenden, strikt kontraindiziert.

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💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Aspekt im klinischen Alltag ist die unterschiedliche Dauer der notwendigen Kontrazeption nach Therapieende je nach Geschlecht. Es wird darauf hingewiesen, dass bei Männern (bzw. deren Partnerinnen) für mindestens 90 Tage nach Absetzen von Mycophenolat verhütet werden muss, während bei Frauen im gebärfähigen Alter eine Frist von 6 Wochen nach Behandlungsende gilt.

Häufig gestellte Fragen

Laut Rote-Hand-Brief wird empfohlen, dass männliche Patienten oder ihre Partnerinnen für mindestens 90 Tage nach Beendigung der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.

Patientinnen im gebärfähigen Alter müssen gemäß den Vorgaben des BfArM für 6 Wochen nach Beendigung der Behandlung mindestens eine zuverlässige Form der Kontrazeption anwenden.

Der Rote-Hand-Brief gibt an, dass vorzugsweise zwei Formen der Kontrazeption angewendet werden sollten. Dies ist jedoch nicht zwingend erforderlich, solange mindestens eine zuverlässige Methode genutzt wird.

Die strengen Vorgaben zur Kontrazeption begründen sich durch die Tatsache, dass Mycophenolatmofetil (MMF) und Mycophenolsäure (MPA) genotoxisch wirken.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu mycophenolatmofetil-(MMF)/mycophenolsäurehaltigen Arzneimitteln (MPA): Angepasste Empfehlungen zur Kontrazeption (BfArM, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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