BfArM2018

Valproat: Neue Anwendungsbeschränkungen (BfArM 2018)

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Valproat ist ein bewährter Wirkstoff, der unter anderem in der Therapie von Epilepsien und bipolaren Störungen eingesetzt wird. Aufgrund des hohen teratogenen Potenzials kann eine Einnahme während der Schwangerschaft jedoch zu schweren angeborenen Fehlbildungen und neurologischen Entwicklungsstörungen beim Kind führen.

Der Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2018 informiert über verschärfte Maßnahmen zur Risikominimierung. Diese Zusammenfassung basiert auf dem kurzen Rote-Hand-Brief des BfArM.

Ziel der auf europäischer Ebene beschlossenen Maßnahmen ist die strikte Vermeidung einer Valproatexposition während der Schwangerschaft. Hierfür wurde ein aktualisiertes Schwangerschaftsverhütungsprogramm etabliert.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief formuliert folgende Kernaspekte zur Arzneimittelsicherheit:

Risikominimierung und Aufklärung

Laut BfArM gelten für valproathaltige Arzneimittel neue Anwendungsbeschränkungen und verschärfte Warnhinweise. Es wird auf die zwingende Umsetzung eines aktualisierten Schwangerschaftsverhütungsprogramms verwiesen, um eine Exposition ungeborener Kinder zu verhindern.

Bereitstellung von Schulungsmaterialien

Als Teil der europäischen Risikominimierungsmaßnahmen (Stufenplanverfahren) stellen die Zulassungsinhaber spezifische Materialien zur Verfügung. Diese umfassen laut Rote-Hand-Brief:

  • Einen Leitfaden für Ärzte

  • Einen Leitfaden für Patientinnen

  • Ein Formular über die Risikoaufklärung

  • Eine Patientenkarte

Kontraindikationen

Der Rote-Hand-Brief weist auf die Einführung wichtiger neuer Gegenanzeigen für valproathaltige Arzneimittel hin. Diese dienen dem Schutz vor einer Valproatexposition während der Schwangerschaft.

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💡Praxis-Tipp

Laut BfArM ist die konsequente Nutzung der bereitgestellten Schulungsmaterialien essenziell. Es wird darauf hingewiesen, dass das Formular zur Risikoaufklärung und die Patientenkarte zentrale Instrumente sind, um Patientinnen über die teratogenen Risiken von Valproat aufzuklären.

Häufig gestellte Fragen

Das BfArM informierte über neue Anwendungsbeschränkungen und verschärfte Warnhinweise. Hintergrund war die Aktualisierung des Schwangerschaftsverhütungsprogramms zur Vermeidung einer Valproatexposition in der Schwangerschaft.

Laut Rote-Hand-Brief werden Leitfäden für Ärzte und Patientinnen bereitgestellt. Zusätzlich gibt es ein Formular zur Risikoaufklärung sowie eine spezielle Patientenkarte.

Die Maßnahmen wurden auf europäischer Ebene von der Europäischen Kommission beschlossen. Sie werden in Deutschland im Rahmen eines Stufenplanverfahrens umgesetzt.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Valproat: Neue Anwendungsbeschränkungen; Aktualisierung des Schwangerschaftsverhütungsprogramms (BfArM, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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