BfArM2018

Cefepim (Maxipime): Rote-Hand-Brief zu Neurotoxizität

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Rote-Hand-Brief des BfArM aus dem Jahr 2018 adressiert das Risiko schwerwiegender neurologischer Nebenwirkungen unter der Therapie mit Cefepim (Maxipime). Cefepim ist ein Cephalosporin-Antibiotikum, das bei verschiedenen bakteriellen Infektionen eingesetzt wird.

Das Risiko für neurotoxische Komplikationen betrifft laut Rote-Hand-Brief insbesondere Patienten mit einer eingeschränkten Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance ≤ 50 ml/min) sowie ältere Patienten. Die meisten der berichteten Fälle traten auf, wenn diese Patientengruppen eine höhere als die empfohlene Dosis erhielten.

Obwohl die neurotoxischen Symptome, einschließlich der Enzephalopathie, nach dem Absetzen des Medikaments oder durch eine Hämodialyse im Allgemeinen reversibel sind, wird auf die Gefahr schwerer Verläufe hingewiesen. Es wurden auch Fälle mit tödlichem Ausgang dokumentiert.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief formuliert folgende Kernmaßnahmen zur Risikominimierung:

Dosisanpassung und Überwachung

  • Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von ≤ 50 ml/min wird eine Dosisanpassung zwingend gefordert.

  • Bei einer Kombinationstherapie mit potenziell nephrotoxischen Antibiotika (wie Aminoglykosiden) oder stark wirksamen Diuretika wird eine sorgfältige Überwachung der Nierenfunktion empfohlen.

Management neurologischer Symptome

  • Bei einem Neuauftreten oder einer Verschlechterung von neurologischen Beeinträchtigungen wird empfohlen, eine Cefepim-Überdosierung in Betracht zu ziehen.

  • Zur Bestätigung der Diagnose wird die Bestimmung der Cefepim-Plasmakonzentration angeraten.

  • Als therapeutische Maßnahmen bei Neurotoxizität werden das Absetzen von Cefepim sowie gegebenenfalls eine Hämodialyse genannt, worunter die Symptome im Allgemeinen reversibel sind.

Kontraindikationen

Der Rote-Hand-Brief warnt ausdrücklich vor der Gabe von Standarddosierungen bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance ≤ 50 ml/min. In dieser Patientengruppe besteht bei fehlender Dosisanpassung ein hohes Risiko für schwerwiegende, potenziell tödliche Enzephalopathien.

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💡Praxis-Tipp

Bei unklaren neurologischen Verschlechterungen oder einer neu auftretenden Enzephalopathie unter Cefepim-Therapie wird empfohlen, differenzialdiagnostisch an eine Medikamententoxizität zu denken. Dies gilt laut Rote-Hand-Brief insbesondere für ältere Patienten und bei Vorliegen einer Niereninsuffizienz.

Häufig gestellte Fragen

Laut Rote-Hand-Brief ist eine Dosisanpassung bei Patienten mit einer eingeschränkten Nierenfunktion zwingend erforderlich. Der Grenzwert hierfür liegt bei einer Kreatinin-Clearance von ≤ 50 ml/min.

Es besteht das Risiko für schwerwiegende neurologische Nebenwirkungen, wobei insbesondere die Enzephalopathie hervorgehoben wird. Diese treten meist bei relativer Überdosierung im Rahmen einer Niereninsuffizienz auf.

Im Allgemeinen sind die neurotoxischen Symptome nach dem Absetzen von Cefepim und/oder nach einer Hämodialyse reversibel. Der Rote-Hand-Brief warnt jedoch, dass auch Fälle mit tödlichem Ausgang berichtet wurden.

Bei Verdacht auf eine Überdosierung aufgrund neurologischer Beeinträchtigungen kann die Diagnose durch die Bestimmung der Cefepim-Plasmakonzentration bestätigt werden.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Maxipime® (Cefepim): Risiko schwerwiegender neurologischer Nebenwirkungen bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (BfArM, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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