Epoetine und schwere Hautreaktionen: BfArM Rote-Hand-Brief
Hintergrund
Humane Epoetine (Erythropoetin-Analoga) werden in der klinischen Praxis vorwiegend zur Behandlung von Anämien eingesetzt, insbesondere bei chronischer Niereninsuffizienz oder im Rahmen von Chemotherapien.
Der Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2017 adressiert ein neu identifiziertes Sicherheitsrisiko im Zusammenhang mit dieser Wirkstoffklasse.
Es wurden Fälle von schweren arzneimittelinduzierten Hautreaktionen gemeldet, die eine sofortige ärztliche Intervention erfordern. Diese Zusammenfassung basiert auf dem kurzen Rote-Hand-Brief des BfArM.
Empfehlungen
Warnung vor schweren Hautreaktionen
Laut dem Rote-Hand-Brief informieren die Zulassungsinhaber aller humanen Epoetine über das Risiko schwerer arzneimittelinduzierter Hautreaktionen. Es wurden spezifisch folgende lebensbedrohliche Krankheitsbilder beobachtet:
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Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)
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Toxisch epidermale Nekrolyse (TEN)
Die Meldungen umfassen laut BfArM auch Fälle mit tödlichem Verlauf.
Patientenaufklärung und Therapiemanagement
Es wird empfohlen, Patienten über dieses Risiko aufzuklären. Laut BfArM sollen Patienten angewiesen werden:
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Sich bei Anzeichen und Symptomen von schweren Hautreaktionen unverzüglich mit ihrem behandelnden Arzt in Verbindung zu setzen.
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Die Behandlung mit Epoetinen in einem solchen Fall sofort einzustellen.
Kontraindikationen
Die Behandlung mit humanen Epoetinen ist laut BfArM umgehend einzustellen, wenn Patienten Anzeichen oder Symptome von schweren Hautreaktionen (wie Stevens-Johnson-Syndrom oder Toxisch epidermale Nekrolyse) entwickeln.
💡Praxis-Tipp
Bei der Verordnung von humanen Epoetinen wird empfohlen, Patienten proaktiv über Frühsymptome schwerer Hautreaktionen wie Schleimhautläsionen oder Blasenbildung aufzuklären. Laut Rote-Hand-Brief ist bei einem Verdacht auf ein Stevens-Johnson-Syndrom oder eine Toxisch epidermale Nekrolyse die Therapie sofort abzubrechen.
Häufig gestellte Fragen
Laut dem Rote-Hand-Brief des BfArM wurden Fälle von Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und Toxisch epidermaler Nekrolyse (TEN) gemeldet. Einige dieser Reaktionen verliefen tödlich.
Es wird empfohlen, dass Patienten sich unverzüglich an ihren Arzt wenden. Die Behandlung mit dem jeweiligen Epoetin muss laut BfArM sofort eingestellt werden.
Ja, der Rote-Hand-Brief richtet sich an die Zulassungsinhaber aller humanen Epoetine. Das Risiko für arzneimittelinduzierte Hautreaktionen betrifft somit die gesamte Wirkstoffklasse.
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Quelle: Rote-Hand-Brief zu humanen Epoetinen: Neue Warnung bezüglich schwerer arzneimittelinduzierter Hautreaktionen (BfArM, 2017). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.