Buccolam (Midazolam): Aspirationsrisiko Verschlusskappe
Hintergrund
Buccolam (Midazolam) ist eine Lösung zur Anwendung in der Mundhöhle, die typischerweise zur Akutbehandlung von anhaltenden, akuten Krampfanfällen bei Säuglingen, Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen eingesetzt wird. Die Verabreichung erfolgt über vorgefüllte Applikationsspritzen direkt in die Wangentasche des Patienten.
Dieser Artikel basiert auf einem kurzen Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2018. Darin wird über ein potenzielles mechanisches Risiko bei der Handhabung der vorgefüllten Applikationsspritzen informiert, das zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen kann.
Empfehlungen
Der Rote-Hand-Brief formuliert folgende Warnhinweise bezüglich der Anwendung von Buccolam-Applikationsspritzen:
Mechanisches Risiko der Spritzenkappe
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Beim Abziehen der äußeren roten Kappe kann vereinzelt eine innere, durchscheinende Verschlusskappe an der Spritzenspitze haften bleiben.
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Wird dies übersehen, besteht laut Warnschreiben das Risiko, dass diese durchscheinende Kappe bei der Verabreichung in den Mund des Patienten gelangt.
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In der Folge kann die Kappe vom Patienten inhaliert (Aspiration) oder verschluckt werden.
Aus der Warnung des BfArM leitet sich die klinische Notwendigkeit ab, vor der Applikation in die Mundhöhle stets visuell sicherzustellen, dass die durchscheinende Verschlusskappe vollständig von der Spritzenspitze entfernt wurde.
💡Praxis-Tipp
Der Rote-Hand-Brief warnt eindringlich davor, dass beim Vorbereiten der Buccolam-Spritze die durchscheinende innere Verschlusskappe unbemerkt an der Spitze verbleiben kann. Es wird auf die Gefahr hingewiesen, dass dieses mechanische Problem bei der Verabreichung in den Mund zu einer Aspiration oder zum Verschlucken der Kappe führen kann.
Häufig gestellte Fragen
Laut dem Rote-Hand-Brief des BfArM besteht das Risiko, dass eine durchscheinende Verschlusskappe an der Spritzenspitze haften bleibt. Diese kann während der Verabreichung in den Mund gelangen und vom Patienten verschluckt oder inhaliert werden.
Das Problem tritt auf, wenn beim Abziehen der äußeren roten Kappe die innere, durchscheinende Verschlusskappe nicht mit abgezogen wird. Sie verbleibt dann unbemerkt an der Spritzenspitze.
Buccolam wird primär im Rahmen von akuten Krampfanfällen angewendet. Eine Aspiration von Fremdkörpern wie der Verschlusskappe ist in dieser ohnehin kritischen Akutsituation mit eingeschränkten Schutzreflexen hochgefährlich.
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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Buccolam® (Midazolam): Risiko der Aspiration / des Verschluckens der Verschlusskappe (BfArM, 2018). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.