BfArM2013

Lariam (Mefloquin): Rote-Hand-Brief zu Nebenwirkungen

Diese Leitlinie stammt aus 2013 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2013)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2013.

Mefloquin (Lariam®) wird in der Reisemedizin zur Chemoprophylaxe der Malaria sowie als Stand-by-Notfallbehandlung eingesetzt.

Aufgrund von Sicherheitsbedenken bezüglich schwerwiegender unerwünschter Wirkungen wurde eine Aktualisierung der Produktinformationen sowie die Einführung zusätzlicher Maßnahmen zur Risikominimierung veranlasst.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief informiert über die Einführung von Schulungsmaterialien zur zusätzlichen Risikominimierung bei der Verordnung von Mefloquin.

Maßnahmen zur Risikominimierung

Laut BfArM stehen folgende Materialien für medizinisches Fachpersonal und Patienten zur Verfügung:

  • Ein Leitfaden für medizinisches Fachpersonal

  • Eine Checkliste für die Verschreibung

  • Ein Patientenpass zur Aufklärung über mögliche Risiken

Es wird darauf hingewiesen, dass die Produktinformationen entsprechend den neuen Sicherheitserkenntnissen angepasst wurden.

Kontraindikationen

Der Rote-Hand-Brief warnt ausdrücklich vor dem Risiko neuropsychiatrischer und anderer schwerer Nebenwirkungen unter der Einnahme von Lariam®.

Zudem wurden folgende Erkrankungen als neue Kontraindikationen für die Anwendung von Mefloquin aufgenommen:

  • Schwarzwasserfieber

  • Schwere Leberfunktionsstörungen

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💡Praxis-Tipp

Bei der Verordnung von Mefloquin zur Malaria-Prophylaxe oder als Stand-by-Therapie wird empfohlen, die vom BfArM bereitgestellte Checkliste zu nutzen und Patienten den entsprechenden Patientenpass auszuhändigen. Besondere Aufmerksamkeit sollte der Aufklärung über mögliche neuropsychiatrische Nebenwirkungen gewidmet werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Rote-Hand-Brief des BfArM stellen Schwarzwasserfieber und schwere Leberfunktionsstörungen neue Kontraindikationen für die Einnahme dar.

Das BfArM warnt insbesondere vor dem Risiko neuropsychiatrischer sowie anderer schwerwiegender Nebenwirkungen.

Zur Erhöhung der Arzneimittelsicherheit wurden ein Leitfaden für medizinisches Fachpersonal, eine Checkliste für die Verordnung sowie ein Patientenpass eingeführt.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Lariam® (Mefloquin): Risiko neuropsychiatrischer und anderer schwerwiegender Nebenwirkungen sowie Aufnahme neuer Kontraindikationen (BfArM, 2013). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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