BfArM2014

Bromocriptin zum Abstillen: Rote-Hand-Brief BfArM

Diese Leitlinie stammt aus 2014 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2014)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dieser Artikel basiert auf dem Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2014 zu bromocriptinhaltigen Arzneimitteln. Da der zugrundeliegende Quelltext sehr kurz ist, wurde allgemeines medizinisches Hintergrundwissen zur Einordnung ergänzt.

Bromocriptin ist ein Dopamin-Agonist, der unter anderem zur Hemmung der Prolaktinsekretion eingesetzt wird. In der Vergangenheit wurde der Wirkstoff häufig zur routinemäßigen Unterdrückung der Laktation nach einer Geburt verschrieben.

Aufgrund von Sicherheitsbedenken wurde die Zulassung für diese Indikation jedoch stark eingeschränkt. Der Rote-Hand-Brief informiert über die aktualisierten Anwendungsbedingungen und warnt vor einem unkritischen Einsatz im Wochenbett.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief formuliert klare Einschränkungen für den Einsatz von Bromocriptin in der Geburtshilfe:

Strenge Indikationsstellung

Laut BfArM soll Bromocriptin zur Prävention oder Hemmung der physiologischen Milchbildung nach einer Geburt nur bei strenger medizinischer Indikation angewendet werden. Als Beispiele für eine solche medizinische Notwendigkeit nennt das Dokument:

  • Intrapartaler Verlust des Kindes

  • Totgeburt

  • Vorliegende HIV-Infektion der Mutter

Keine routinemäßige Anwendung

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass niedrigdosiertes Bromocriptin nicht für die routinemäßige Unterdrückung der Laktation empfohlen wird. Ebenso wird von einer Anwendung zur bloßen Symptomlinderung von Schmerz und Schwellung der Brust nach der Geburt abgeraten.

Dosierung

Der Rote-Hand-Brief nennt folgende Dosierungsgrenze für die Laktationshemmung:

WirkstoffMaximale EinzeldosisIndikation
Bromocriptin2,5 mgLaktationshemmung (nur bei medizinischer Indikation)

Kontraindikationen

Gemäß dem Rote-Hand-Brief wird Bromocriptin in folgenden Situationen nicht empfohlen:

  • Routinemäßige Unterdrückung der Laktation

  • Symptomlinderung von Schmerz und Schwellung der Brust nach der Geburt

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Aspekt für den klinischen Alltag ist der Verzicht auf Bromocriptin zur rein symptomatischen Behandlung von Brustschmerzen oder Schwellungen im Wochenbett. Die Verordnung zur Laktationshemmung ist laut Rote-Hand-Brief streng auf medizinisch zwingende Gründe wie Totgeburten oder mütterliche HIV-Infektionen zu beschränken.

Häufig gestellte Fragen

Laut Rote-Hand-Brief ist die Anwendung nur bei einer medizinischen Indikation vorgesehen. Dazu zählen beispielsweise ein intrapartaler Verlust, eine Totgeburt oder eine HIV-Infektion der Mutter.

Das BfArM gibt an, dass bei einer medizinischen Indikation zur Laktationshemmung maximal 2,5 mg Bromocriptin pro Einzeldosis angewendet werden sollen.

Nein, der Rote-Hand-Brief rät von dieser Praxis ab. Niedrigdosiertes Bromocriptin wird nicht zur Symptomlinderung von Schmerz und Schwellung der Brust nach der Geburt empfohlen.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Rote-Hand-Brief zu bromocriptinhaltigen Arzneimitteln: Anwendungseinschränkung zur Hemmung der Milchbildung (BfArM, 2014). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien