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Hyponatriämie-Risiko bei i.v. Flüssigkeiten: Rote-Hand-Brief

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Intravenöse Flüssigkeiten, die Elektrolyte und Kohlenhydrate enthalten, werden im klinischen Alltag häufig zur Volumensubstitution und Erhaltungstherapie eingesetzt. Der Einsatz dieser Infusionslösungen erfordert jedoch eine genaue Abwägung der physiologischen Auswirkungen auf den Wasser- und Elektrolythaushalt.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat 2018 einen Rote-Hand-Brief zu bestimmten elektrolyt- und/oder kohlenhydrathaltigen intravenösen Flüssigkeiten veröffentlicht. Diese Zusammenfassung basiert auf dem kurzen Quelltext der Sicherheitswarnung.

Hintergrund der Warnung sind aufgetretene Fälle von schwerer Hyponatriämie während der Therapie mit diesen Infusionslösungen. Eine engmaschige klinische Überwachung wird daher als essenziell erachtet.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief formuliert folgende zentrale Sicherheitshinweise für den klinischen Einsatz:

Risiken und Komplikationen

Laut BfArM sind unter der Therapie mit bestimmten elektrolyt- und/oder kohlenhydrathaltigen intravenösen Flüssigkeiten Fälle schwerer Hyponatriämie aufgetreten. Eine schwere Hyponatriämie wird in diesem Kontext als ein Serumnatriumwert von unter 130 mmol/l definiert.

Es wird gewarnt, dass diese Elektrolytentgleisung zur Entwicklung einer akuten hyponatriämischen Enzephalopathie führen kann. Diese Komplikation kann irreversible Hirnschädigungen verursachen und potenziell tödlich verlaufen.

Indikationsstellung und Überwachung

Um das Risiko schwerwiegender Komplikationen zu minimieren, werden folgende Maßnahmen gefordert:

  • Es wird eine strikte und korrekte Indikationsstellung für die Gabe der betroffenen intravenösen Flüssigkeiten verlangt.

  • Das Flüssigkeitsgleichgewicht muss im Bedarfsfall vor und während der Infusionstherapie überwacht werden.

  • Eine Kontrolle der Serumglukose, des Serumnatriums sowie weiterer Elektrolyte vor und während der Gabe wird dringend angeraten.

Kontraindikationen

Der Rote-Hand-Brief warnt ausdrücklich vor der Entstehung einer akuten hyponatriämischen Enzephalopathie infolge einer schweren Hyponatriämie (Serumnatrium < 130 mmol/l). Diese kann zu irreversiblen Hirnschädigungen und zum Tod führen.

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💡Praxis-Tipp

Laut Rote-Hand-Brief wird dringend angeraten, bei der Gabe von elektrolyt- und kohlenhydrathaltigen Infusionslösungen nicht nur auf das Volumen, sondern auch auf die Serumelektrolyte zu achten. Insbesondere die Entwicklung einer akuten hyponatriämischen Enzephalopathie stellt eine lebensbedrohliche Komplikation dar, weshalb eine regelmäßige Kontrolle des Serumnatriums und der Serumglukose empfohlen wird.

Häufig gestellte Fragen

Laut BfArM wird eine schwere Hyponatriämie in diesem Zusammenhang als ein Serumnatriumwert von unter 130 mmol/l definiert.

Der Rote-Hand-Brief warnt vor der Entwicklung einer akuten hyponatriämischen Enzephalopathie. Diese kann zu irreversiblen Hirnschädigungen und im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Es wird empfohlen, das Flüssigkeitsgleichgewicht, die Serumglukose, das Serumnatrium und andere relevante Elektrolyte vor und während der Gabe zu kontrollieren.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu bestimmten elektrolyt-und/oder kohlenhydrathaltigen intravenösen Flüssigkeiten: Risiko einer schweren Hyponatriämie (BfArM, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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