COVID-19-Auffrischimpfung Priorisierung: STIKO-Stellungnahme
Hintergrund
Die Stellungnahme der Ständigen Impfkommission (STIKO) vom November 2021 adressiert die Priorisierung bei der COVID-19-Auffrischimpfung. Ziel ist es, schwere Verläufe und Todesfälle durch COVID-19 in der Bevölkerung bestmöglich zu reduzieren.
Hintergrund der Empfehlung ist die Beobachtung, dass der Impfschutz nach der Grundimmunisierung mit der Zeit nachlässt. Dies betrifft laut STIKO insbesondere Personen im hohen Alter.
Zudem wird betont, dass für die Prävention schwerer Krankheitsverläufe durch die dominierende Delta-Variante eine starke Immunantwort erforderlich ist. Die vierte Infektionswelle führte zu einer hohen Auslastung der Intensivstationen, was ein zielgerichtetes Vorgehen bei den Auffrischimpfungen notwendig macht.
💡Praxis-Tipp
Die STIKO warnt davor, dass Auffrischimpfungen bei jüngeren Personen nicht zu einer Verzögerung der Impfungen bei den über 70-Jährigen und immundefizienten Personen führen dürfen. Zudem wird betont, dass auch vollständig geimpfte Personen das Virus übertragen können, weshalb die Einhaltung der AHA-L-Regeln weiterhin essenziell bleibt.
Häufig gestellte Fragen
Die Leitlinie empfiehlt die vordringliche Impfung für Personen ab 70 Jahren, Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Menschen mit Immundefizienz sowie medizinisches und pflegerisches Personal. Diese Gruppen weisen ein hohes Risiko für schwere Verläufe oder eine hohe Expositionsgefahr auf.
Laut STIKO soll die Auffrischimpfung bei immunkompetenten Personen frühestens sechs Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung erfolgen. Für immundefiziente Personen gelten gesonderte Empfehlungen.
Es wird empfohlen, bei der Ausweitung der Impfkampagne auf die restliche Bevölkerung nach absteigendem Lebensalter vorzugehen. Die Umsetzungsgeschwindigkeit hängt dabei maßgeblich von den regionalen Impfkapazitäten ab.
Ja, die STIKO rät dringend dazu, die AHA-L-Regeln weiterhin zu befolgen. Es wird darauf hingewiesen, dass auch von geimpften Personen eine SARS-CoV-2-Transmission ausgehen kann.
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Quelle: RKI: Stellungnahme-Auffrischimpfung COVID-19 (RKI/STIKO, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.