Refluxkrankheit (GERD): Diagnostik und PPI-Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: ACG (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die ACG-Leitlinie (2022) bietet aktualisierte, evidenzbasierte Empfehlungen zur Diagnose und Behandlung der gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD). GERD gehört zu den häufigsten Erkrankungen in der gastroenterologischen und hausärztlichen Praxis.

Das Verständnis der verschiedenen Phänotypen von GERD sowie die diagnostischen und therapeutischen Ansätze haben sich weiterentwickelt. Gleichzeitig wird die Langzeiteinnahme von Protonenpumpeninhibitoren (PPI) zunehmend kritisch hinterfragt.

Die Leitlinie adressiert neben der medikamentösen Therapie auch Lebensstilanpassungen sowie chirurgische und endoskopische Interventionen. Zudem wird das Management von extraösophagealen Symptomen und refraktärem Reflux detailliert behandelt.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Grund für ein scheinbares Therapieversagen ist die falsche Einnahme von Protonenpumpeninhibitoren. Die Leitlinie betont, dass vor der Diagnose einer refraktären GERD stets die Einnahme optimiert werden sollte, indem der PPI strikt 30 bis 60 Minuten vor der ersten Mahlzeit eingenommen wird. Zudem wird darauf hingewiesen, dass eine diagnostische Endoskopie zur Beurteilung einer erosiven Ösophagitis idealerweise nach einer zwei- bis vierwöchigen PPI-Pause erfolgen sollte, da die Läsionen unter laufender Therapie oft maskiert sind.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird bei klassischen Symptomen wie Sodbrennen und Regurgitation ein empirischer Therapieversuch mit einem PPI über 8 Wochen empfohlen. Bei Ansprechen sollte anschließend ein Absetzversuch unternommen werden.

Eine Endoskopie wird empfohlen, wenn Alarmsymptome wie Dysphagie, Gewichtsverlust oder Blutungen auftreten. Zudem ist sie indiziert, wenn der achtwöchige PPI-Versuch keine ausreichende Besserung bringt.

Die Leitlinie empfiehlt, PPI idealerweise 2 bis 4 Wochen vor einer diagnostischen Endoskopie abzusetzen. Dies maximiert die Wahrscheinlichkeit, eine erosive Ösophagitis oder eine eosinophile Ösophagitis (EoE) korrekt zu diagnostizieren.

Hochwertige Studien konnten laut Leitlinie keinen signifikanten ursächlichen Zusammenhang zwischen PPI und Demenz oder Frakturen bestätigen. Der einzige nachgewiesene, leicht erhöhte Risikofaktor besteht für enterale Infektionen.

Bei objektivem GERD-Nachweis und unzureichendem Ansprechen auf Medikamente wird eine laparoskopische Fundoplicatio empfohlen. Als Alternative kann bei starker Regurgitation eine magnetische Sphinkteraugmentation (MSA) erwogen werden.

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Quelle: ACG Clinical Guideline: Diagnosis and Management of GERD (ACG, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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