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Refluxtherapie bei Asthma: Cochrane Review

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KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Asthma bronchiale und die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) treten häufig gemeinsam auf. Es wird vermutet, dass GERD als Auslöser für Asthma fungieren kann.

Mögliche Mechanismen umfassen eine direkte Irritation der Atemwege durch Mikroaspiration sowie einen vagal vermittelten ösophagobronchialen Reflex. Umgekehrt kann auch Asthma eine Refluxerkrankung begünstigen.

Ein zeitlicher Zusammenhang beweist laut dem Cochrane Review (2021) jedoch nicht zwingend, dass GERD das Asthma auslöst. Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract des systematischen Reviews.

Empfehlungen

Der Cochrane Review analysiert die Wirksamkeit einer medikamentösen und chirurgischen Refluxtherapie bei Erwachsenen und Kindern mit Asthma. Die Ergebnisse basieren überwiegend auf Daten von Erwachsenen mit mittelschwerem bis schwerem Asthma.

Primäre Endpunkte

Die Auswirkungen einer GERD-Therapie auf primäre Endpunkte bleiben laut den Autoren ungewiss. Es zeigen sich folgende Resultate:

  • Eine Reduktion von mittelschweren bis schweren Asthma-Exazerbationen durch medikamentöse Therapie ist unsicher (Evidenz von niedriger Vertrauenswürdigkeit).

  • Zu Krankenhauseinweisungen, Notaufnahmebesuchen und ungeplanten Arztbesuchen liegen keine ausreichenden Daten vor.

Sekundäre Endpunkte und Lungenfunktion

Eine medikamentöse Behandlung des Refluxes führt laut Review zu leichten Verbesserungen bei einigen sekundären Endpunkten. Diese Verbesserungen erreichen jedoch keine klinische Relevanz.

  • Die forcierte Einsekundenkapazität (FEV1) verbessert sich minimal um durchschnittlich 0,10 Liter (Evidenz von moderater Vertrauenswürdigkeit).

  • Der Einsatz von Notfallmedikamenten (Rescue-Medikation) wird leicht reduziert (Evidenz von moderater Vertrauenswürdigkeit).

  • Der Nutzen für den morgendlichen Peak-Flow (PEF), Asthmasymptome und die Lebensqualität bleibt ungewiss.

Besondere Patientengruppen und Therapien

Die Evidenz reicht laut den Autoren nicht aus, um die Ergebnisse bei Kindern abschließend zu beurteilen. Ebenso fehlen ausreichende Daten für einen Vergleich zwischen chirurgischen und medikamentösen Therapieansätzen.

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💡Praxis-Tipp

Laut dem Review führt die medikamentöse Therapie einer begleitenden Refluxerkrankung bei Asthmatikern zwar zu messbaren Verbesserungen der Lungenfunktion (FEV1), diese sind jedoch klinisch kaum bedeutsam. Es wird dargelegt, dass eine routinemäßige empirische Refluxtherapie allein zur besseren Asthmakontrolle aufgrund der unsicheren Datenlage bezüglich Exazerbationen nicht durch Evidenz gestützt ist.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review führt eine medikamentöse Refluxtherapie nur zu minimalen Verbesserungen der Lungenfunktion (FEV1) und einer leichten Reduktion der Notfallmedikation. Diese Effekte erreichen jedoch keine klinische Relevanz.

Die Evidenz bezüglich einer Reduktion von mittelschweren bis schweren Exazerbationen durch eine GERD-Therapie ist laut Review von niedriger Vertrauenswürdigkeit. Ein klarer Nutzen konnte nicht belegt werden.

Der Review stellt fest, dass die aktuelle Datenlage nicht ausreicht, um chirurgische Eingriffe mit einer medikamentösen Therapie zu vergleichen. Es wurden nur zwei Studien zu chirurgischen Interventionen identifiziert.

Nein, die Autoren betonen, dass die Evidenz unzureichend ist, um die Ergebnisse bei Kindern zu beurteilen. Die meisten eingeschlossenen Studien untersuchten erwachsene Patienten.

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Quelle: Cochrane Review: Pharmacological and surgical interventions for the treatment of gastro-oesophageal reflux in adults and children with asthma (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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