Loratadin: QT-Verlängerung und Risiko für Arrhythmien
Hintergrund
Die Sicherheitswarnung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2002 thematisiert das Risiko von QT-Zeit-Verlängerungen durch Loratadin. Loratadin ist ein langwirkender H1-Rezeptor-Antagonist, der zur symptomatischen Therapie der allergischen Rhinitis und chronischen Urtikaria eingesetzt wird.
Antihistaminika wie Terfenadin und Astemizol sind bereits dafür bekannt, QT-Verlängerungen zu provozieren. Diese können zu lebensbedrohlichen ventrikulären Arrhythmien, sogenannten Torsade de pointes, und im Einzelfall zu Kammerflimmern führen.
Auch für Loratadin kann ein erhöhtes Risiko für die Auslösung von Herzrhythmusstörungen nicht ausgeschlossen werden. Als wahrscheinlicher Mechanismus wird eine Blockade von Kalium-Kanälen am Herzen vermutet, die experimentell nachgewiesen wurde.
💡Praxis-Tipp
Das BfArM weist auf das mögliche arrhythmogene Potenzial von Loratadin hin, weshalb eine erhöhte klinische Aufmerksamkeit für kardiale Symptome angeraten wird. Es wird empfohlen, das Nutzen-Risiko-Verhältnis insbesondere im Vergleich zu neueren H1-Blockern kritisch zu prüfen. Zudem wird dringend darum gebeten, beobachtete kardiale Nebenwirkungen umfassend zu dokumentieren und an das BfArM zu melden.
Häufig gestellte Fragen
Laut BfArM kann ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen durch Loratadin nicht ausgeschlossen werden. Es liegen Berichte über QT-Verlängerungen und Torsade de pointes vor, auch wenn die Inzidenz insgesamt als gering eingeschätzt wird.
Als wahrscheinlicher Mechanismus wird eine Blockade von Kalium-Kanälen am Herzen angesehen. Diese kanalblockierende Wirkung konnte experimentell nachgewiesen werden und ist bei hohen Plasmakonzentrationen besonders ausgeprägt.
Das BfArM bittet Fachkreise, alle entsprechenden Nebenwirkungen umfassend zu dokumentieren. Es wird dazu aufgerufen, diese Fälle zur weiteren Risikobewertung direkt an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zu melden.
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Quelle: QT-Verlängerungen nach Einnahme des Antihistaminikums Loratadin (BfArM, 2002). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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