Prostatakarzinom: PSA-Screening, Diagnostik, Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Prostatakarzinom ist die häufigste bösartige Tumorerkrankung bei Männern in Deutschland. Die Inzidenz ist stark altersabhängig, wobei der Tumor vor dem 50. Lebensjahr selten auftritt.

Die AWMF S3-Leitlinie (Version 8.1, 2025) bietet evidenzbasierte Empfehlungen zu Früherkennung, Diagnostik und Therapie. Ein wesentliches Ziel ist es, aggressive Tumoren frühzeitig zu erkennen und gleichzeitig Überdiagnosen sowie Übertherapien bei indolenten Karzinomen zu vermeiden.

Das Dokument berücksichtigt moderne diagnostische Verfahren wie die multiparametrische MRT und die PSMA-PET/CT. Zudem werden aktuelle systemische Kombinationstherapien für metastasierte Stadien detailliert bewertet.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie wird von der digital-rektalen Untersuchung (DRU) zur Früherkennung des Prostatakarzinoms abgeraten, da diese dem PSA-Test deutlich unterlegen ist. Zudem wird betont, dass bei einem PI-RADS 1 oder 2 Befund in der MRT auf eine Biopsie verzichtet werden soll. Bei der Therapie von Knochenmetastasen wird vor dem Einsatz von Bisphosphonaten im hormonnaiven Stadium gewarnt, während diese im kastrationsresistenten Stadium empfohlen werden.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt bei Männern ab 45 Jahren ein risikoadaptiertes Vorgehen. Bei einem Basis-PSA-Wert unter 1,5 ng/ml genügt ein Intervall von 5 Jahren, bei Werten zwischen 1,5 und 2,99 ng/ml wird eine Kontrolle nach 2 Jahren empfohlen.

Es wird empfohlen, eine MRT der Prostata bei einem kontrolliert erhöhten PSA-Wert von über 3 ng/ml vor einer geplanten Biopsie durchzuführen. Dies dient der gezielten Biopsieplanung und Risikostratifizierung.

Bei einem intermediären Risikoprofil empfiehlt die Leitlinie eine begleitende Androgendeprivationstherapie für 4 bis 6 Monate. Bei einem hohen Risikoprofil wird eine Therapiedauer von 24 bis 36 Monaten angeraten.

Die Leitlinie empfiehlt eine Kombinationstherapie aus Androgendeprivation und einem Androgenrezeptor-Signalweg-Inhibitor (wie Apalutamid oder Enzalutamid) oder Abirateron. Bei Eignung für eine Chemotherapie wird eine Dreifachkombination mit Docetaxel und Darolutamid empfohlen.

Der Einsatz von PARP-Inhibitoren wie Olaparib wird beim metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) empfohlen, wenn eine BRCA1/2-Mutation oder ein anderer Defekt der homologen Rekombinationsreparatur (HRR) nachgewiesen wurde. Zuvor soll eine genetische Testung erfolgen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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