Post-Frühgeborenen-Atemwegserkrankung (PPRD): Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: ATS (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Weltweit werden jährlich Millionen von Neugeborenen vorzeitig geboren, was sie einem erhöhten Risiko für atemwegsbezogene Erkrankungen aussetzt. Die bronchopulmonale Dysplasie (BPD) ist die häufigste chronische Lungenerkrankung im Säuglingsalter. Neuere Daten zeigen jedoch, dass auch Frühgeborene, die nicht die strengen Kriterien einer BPD erfüllen, im späteren Leben ungünstige pulmonale Folgen entwickeln können.

Dieses Krankheitsbild wird als Post-Frühgeborenen-Atemwegserkrankung (Post-Prematurity Respiratory Disease, PPRD) bezeichnet. Es äußert sich durch chronische Atemwegssymptome wie Husten, wiederkehrendes Giemen, eingeschränkte Belastbarkeit und eine reduzierte Lungenfunktion.

Die Leitlinie der American Thoracic Society (ATS) aus dem Jahr 2021 bietet evidenzbasierte Empfehlungen für das ambulante Management von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen mit PPRD. Der Fokus liegt dabei auf dem gezielten Einsatz von Medikamenten sowie der Indikationsstellung für weiterführende Diagnostik.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt vor dem routinemäßigen und langfristigen Einsatz von Diuretika (insbesondere Furosemid) im ambulanten Setting, da dieser mit einem erhöhten Risiko für Nephrolithiasis und Schallempfindungsschwerhörigkeit assoziiert ist. Es wird empfohlen, eine aus der Klinik übernommene Diuretikatherapie zeitnah und umsichtig zu beenden.

Häufig gestellte Fragen

Die ATS-Leitlinie empfiehlt keine routinemäßige Gabe von inhalativen Kortikosteroiden (ICS) bei asymptomatischen Patienten. Ein zeitlich begrenzter Therapieversuch wird nur bei chronischem Husten oder rezidivierendem Giemen empfohlen.

Laut Leitlinie ist eine Videofluoroskopie indiziert, wenn beim Füttern Husten oder Sauerstoffabfälle auftreten. Auch bei Gedeihstörungen oder unerklärlichen chronischen Atemwegssymptomen wird eine Abklärung empfohlen.

Die Atemwegsendoskopie gilt als Standard zur Diagnose von großen Atemwegserkrankungen. Eine unsedierte, dynamische Bildgebung (CT/MRT) wird laut Leitlinie als Alternative empfohlen, wenn das Narkoserisiko zu hoch ist.

Ein Therapieversuch mit kurzwirksamen Bronchodilatatoren wird gemäß Leitlinie bei rezidivierenden Symptomen wie Giemen oder Husten empfohlen. Bei fehlenden Symptomen wird von einer routinemäßigen Verschreibung abgeraten.

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Quelle: Outpatient Respiratory Management of Infants, Children, and Adolescents with Post-Prematurity Respiratory Disease: An Official American Thoracic Society Clinical Practice Guideline (ATS, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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