Polymyalgia rheumatica (PMR): Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Polymyalgia rheumatica (PMR) ist nach der rheumatoiden Arthritis die zweithäufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung im höheren Lebensalter. Sie tritt fast ausschließlich bei Menschen ab dem 50. Lebensjahr auf, wobei Frauen etwa dreimal häufiger betroffen sind als Männer.

Die Erkrankung wird als Teil eines Krankheitsspektrums zusammen mit der Riesenzellarteriitis (RZA) verstanden. Charakteristisch sind neu aufgetretene, entzündliche Schmerzen im Schulter- und Beckengürtelbereich sowie eine ausgeprägte Morgensteifigkeit.

Ziel der Behandlung ist das Erreichen und Erhalten einer Remission. Dies wird als das Fehlen klinischer Symptome und die Normalisierung der systemischen Entzündungszeichen definiert.

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💡Praxis-Tipp

Ein wichtiger Hinweis der Leitlinie betrifft den Zeitpunkt des Therapiebeginns im Verhältnis zur fachärztlichen Vorstellung. Es wird empfohlen, mit der Einleitung einer Glukokortikoid-Therapie nach Möglichkeit bis nach der rheumatologischen Visite zu warten, sofern dies klinisch vertretbar ist. Dadurch soll die diagnostische Sicherheit erhöht und eine optimal dosierte Initialtherapie gefördert werden, was bei bereits anbehandelten Personen oft erschwert ist.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt eine initiale Dosis zwischen 15 und 25 mg Prednison-Äquivalent pro Tag. Dosen von 7,5 mg oder weniger sowie über 30 mg pro Tag sollen nicht angewendet werden.

Der Einsatz von IL-6-Rezeptor-Blockern wie Tocilizumab oder Sarilumab wird bei einem rezidivierenden Krankheitsverlauf empfohlen. Zudem kann die Gabe bei neu aufgetretener Erkrankung erwogen werden, wenn ein hohes Risiko für Glukokortikoid-induzierte Nebenwirkungen besteht.

Es wird empfohlen, die Dosis zunächst innerhalb von 4 bis 8 Wochen auf 10 mg pro Tag zu reduzieren. Anschließend sollte eine weitere Reduktion um etwa 1 mg alle 4 Wochen bis zum vollständigen Absetzen erfolgen.

Bei einer reinen Glukokortikoid-Monotherapie sollte eine Behandlungsdauer von höchstens einem Jahr angestrebt werden. Kommen begleitend Biologika oder Methotrexat zum Einsatz, wird eine deutliche Verkürzung der Glukokortikoid-Gabe empfohlen.

Fast immer lassen sich erhöhte Entzündungsparameter wie die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) und das C-reaktive Protein (CRP) nachweisen. Eine Erkrankung mit normalen Entzündungswerten kommt laut Leitlinie in weniger als 3 Prozent der Fälle vor.

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Quelle: Behandlung der Polymyalgia rheumatica (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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