BfArM2007

Piroxicam Anwendungsbeschränkungen: BfArM Sicherheitswarnung

Diese Leitlinie stammt aus 2007 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2007)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Piroxicam ist ein konventionelles nicht-steroidales Antirheumatikum (NSAR). Es ist seit vielen Jahren zur symptomatischen Behandlung von entzündlichen rheumatischen Erkrankungen zugelassen.

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMEA) hat eine Risikobewertung für Piroxicam-haltige Arzneimittel zur systemischen Anwendung durchgeführt. Grund hierfür waren Daten, die auf ein höheres gastrointestinales Risiko sowie auf eine größere Häufigkeit schwerer Hautreaktionen im Vergleich zu anderen konventionellen NSAR hinwiesen.

Äußerlich anzuwendende Piroxicam-haltige Arzneimittel sind von diesen Bewertungen und Empfehlungen ausdrücklich nicht betroffen.

Empfehlungen

Die BfArM-Sicherheitswarnung basierend auf der EMEA-Empfehlung formuliert folgende Einschränkungen für systemisches Piroxicam:

Eingeschränkte Indikationen

Laut Empfehlung darf Piroxicam nur noch zur symptomatischen Behandlung folgender Erkrankungen eingesetzt werden:

  • Osteoarthritis (Reizzustände bei Arthrose)

  • Rheumatoide Arthritis

  • Ankylosierende Spondylitis

Therapieeinleitung

Es wird empfohlen, eine Behandlung mit Piroxicam nur als Zweitlinientherapie einzuleiten. Dies gilt für Fälle, in denen andere entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkstoffe nicht oder nicht ausreichend wirksam sind.

Zudem wird vorgegeben, dass die Behandlung durch einen auf dem Gebiet der Rheumatologie erfahrenen Arzt begonnen werden muss.

Kontraindikationen

Die Risikobewertung weist auf ein höheres gastrointestinales Risiko sowie eine größere Häufigkeit schwerer Hautreaktionen im Vergleich zu anderen konventionellen NSAR hin.

Laut Empfehlung sollen weitere Personengruppen mit bestimmten Kontraindikationen von der Behandlung ausgeschlossen werden. Zudem ist die Aufnahme zusätzlicher Warnhinweise für die Anwendung in die Produktinformationen vorgesehen.

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💡Praxis-Tipp

Laut der Sicherheitswarnung ist systemisches Piroxicam aufgrund des erhöhten Risikos für gastrointestinale und schwere kutane Nebenwirkungen keine Erstlinientherapie mehr. Es wird betont, dass die Therapieeinleitung ausschließlich durch einen in der Rheumatologie erfahrenen Arzt erfolgen darf, wenn andere NSAR nicht ausreichend wirksam sind.

Häufig gestellte Fragen

Die EMEA stellte ein höheres gastrointestinales Risiko sowie eine größere Häufigkeit schwerer Hautreaktionen im Vergleich zu anderen konventionellen NSAR fest. Daher wurden strenge Anwendungsbeschränkungen für die systemische Therapie empfohlen.

Laut Empfehlung ist der Einsatz auf die symptomatische Behandlung von Osteoarthritis, rheumatoider Arthritis und ankylosierender Spondylitis beschränkt. Zudem darf es nur angewendet werden, wenn andere Wirkstoffe nicht ausreichend wirksam sind.

Die Empfehlung gibt vor, dass die Behandlung zwingend durch einen auf dem Gebiet der Rheumatologie erfahrenen Arzt begonnen werden muss.

Nein, äußerlich anzuwendende Piroxicam-haltige Arzneimittel sind von diesen Bewertungen und Empfehlungen ausdrücklich ausgenommen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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