pAVK-Screening (ABI): Indikation und Risikobewertung

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: USPSTF (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) ist eine Manifestation der Atherosklerose in den unteren Extremitäten. Sie kann die Gehfähigkeit einschränken und in schweren Fällen zu Gewebeverlust, Infektionen und Amputationen führen.

Da die Atherosklerose eine systemische Erkrankung ist, haben Patienten mit pAVK ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse wie koronare oder zerebrovaskuläre Vorfälle.

Die USPSTF-Leitlinie aktualisiert die Empfehlungen von 2013 zur Untersuchung asymptomatischer Erwachsener mittels Knöchel-Arm-Index (ABI). Die Überprüfung wurde zudem auf Personen mit Diabetes sowie auf Interventionen wie überwachte Bewegungstherapie ausgeweitet. Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract der Leitlinie.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zum Screening:

Evidenzbewertung des Screenings

Die USPSTF kommt zu dem Schluss, dass die aktuelle Evidenz unzureichend ist, um das Verhältnis von Nutzen und Risiken eines Screenings auf pAVK und kardiovaskuläres Risiko mittels ABI bei asymptomatischen Erwachsenen zu beurteilen (I-Statement).

Diagnostische und therapeutische Erkenntnisse

Laut Leitlinie gibt es nur wenige Daten zur Genauigkeit des ABI bei der Identifizierung asymptomatischer Personen, die von einer Behandlung profitieren könnten. Zur Therapie von durch Screening entdeckten Patienten hält die Leitlinie folgende Punkte fest:

  • Zwei qualitativ hochwertige Studien zeigten keinen Nutzen der ABI-Nutzung zur Steuerung einer täglichen Aspirin-Therapie in unselektierten Populationen.

  • Zwei weitere Studien zeigten keinen Nutzen durch eine Bewegungstherapie bei diesen Patienten.

Potenzielle Risiken

Es liegen gemäß Leitlinie keine Studien vor, die sich direkt mit den Schäden des Screenings befassen. Dennoch wird auf folgende potenzielle Risiken hingewiesen:

  • Gefahr der Überdiagnostik

  • Stigmatisierung (Labeling) der Patienten

  • Opportunitätskosten im klinischen Alltag

Studien, die sich mit den Schäden einer Behandlung befassten, zeigten laut Leitlinie keine signifikanten Ergebnisse.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut der USPSTF-Leitlinie gibt es derzeit keine ausreichende Evidenz für ein routinemäßiges pAVK-Screening mittels Knöchel-Arm-Index (ABI) bei asymptomatischen Erwachsenen. Es wird darauf hingewiesen, dass der Nutzen einer darauf basierenden Aspirin- oder Bewegungstherapie in Studien nicht belegt werden konnte und ein Screening potenziell zu Überdiagnosen führt.

Häufig gestellte Fragen

Nein, die USPSTF kommt zu dem Schluss, dass die aktuelle Evidenz unzureichend ist, um den Nutzen und die Risiken eines Screenings bei asymptomatischen Erwachsenen abzuwägen.

Laut Leitlinie zeigten zwei qualitativ hochwertige Studien keinen Nutzen der ABI-Messung zur Steuerung einer täglichen Aspirin-Therapie in unselektierten Populationen.

Obwohl direkte Studien zu den Schäden des Screenings fehlen, warnt die Leitlinie vor potenzieller Überdiagnostik, Stigmatisierung (Labeling) und Opportunitätskosten.

Ja, die Überprüfung der Evidenz wurde explizit auf Personen mit Diabetes ausgeweitet. Dennoch reichte die Datenlage nicht für eine positive Screening-Empfehlung aus.

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Quelle: Screening for Peripheral Artery Disease and Cardiovascular Disease Risk Assessment With the Ankle-Brachial Index: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement. (USPSTF, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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