Paroxetin: Kontraindikation bei Kindern & Jugendlichen

Diese Leitlinie stammt aus 2004 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2004)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Paroxetin ist ein selektiver Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI). Das Medikament ist in Deutschland für verschiedene psychiatrische Indikationen zugelassen, darunter depressive Erkrankungen, generalisierte Angststörung, Panikstörung, soziale Phobie, posttraumatische Belastungsstörung und Zwangsstörung.

Die Sicherheitswarnung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2004 basiert auf den Ergebnissen von drei randomisierten, plazebokontrollierten klinischen Prüfungen. Diese untersuchten die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen mit Episoden einer Major Depression.

Grundsätzlich ist Suizidalität ein häufiges Symptom depressiver Erkrankungen, von dem 80 bis 90 Prozent der Betroffenen im Laufe ihrer Erkrankung berichten. Während Antidepressiva den Krankheitsverlauf in der Regel positiv beeinflussen, weisen die Studiendaten bei Paroxetin in der pädiatrischen Altersgruppe auf ein negatives Nutzen-Schaden-Verhältnis hin.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Das BfArM warnt ausdrücklich vor schweren Absetzphänomenen nach einer Paroxetin-Therapie bei Minderjährigen. Laut den Studiendaten können selbst während einer korrekten Ausschleichphase oder nach dem Absetzen emotionale Labilität, selbstschädigendes Verhalten und Suizidversuche auftreten. Es wird betont, dass ein fehlender Wirksamkeitsnachweis bei gleichzeitig erhöhtem Suizidrisiko den Einsatz bei unter 18-Jährigen ausschließt.

Häufig gestellte Fragen

Laut BfArM zeigten Studien bei unter 18-Jährigen ein erhöhtes Risiko für Suizidgedanken und Suizidversuche (3,7 % vs. 2,5 % unter Placebo). Zudem konnte in dieser Altersgruppe kein Wirksamkeitsnachweis im Vergleich zu Placebo erbracht werden.

Das BfArM berichtet von emotionaler Labilität, selbstschädigendem Verhalten sowie suizidalen Gedanken und Versuchen. Diese Symptome wurden auch dann beobachtet, wenn die Medikation vorschriftsmäßig ausschleichend beendet wurde.

Gemäß den Zulassungsinformationen wird Paroxetin bei Erwachsenen unter anderem bei depressiven Erkrankungen, generalisierter Angststörung, Panikstörung, sozialer Phobie, posttraumatischer Belastungsstörung und Zwangsstörung eingesetzt.

Das BfArM weist darauf hin, dass Suizidalität ein sehr häufiges Symptom der Grunderkrankung ist. Etwa 80 bis 90 Prozent der depressiven Patienten befassen sich im Laufe ihrer Erkrankung mit suizidalen Gedanken.

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Quelle: Paroxetin: Als Antidepressivum bei unter 18-Jährigen jetzt kontraindiziert (BfArM, 2004). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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