IQWiG2011Psychiatrie

Bupropion, Mirtazapin, Reboxetin: Depressionstherapie

Diese Leitlinie stammt aus 2011 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2011)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A05-20C aus dem Jahr 2011 bewertet den Nutzen der Antidepressiva Bupropion, Mirtazapin und Reboxetin. Ziel der Untersuchung war die Bewertung der Wirksamkeit in der Akuttherapie sowie bei der Rückfallprävention.

Die systematische Übersicht vergleicht die Wirkstoffe sowohl mit Placebo als auch mit anderen Antidepressiva wie SSRI. Dabei wurden patientenrelevante Endpunkte wie Remission, Response, gesundheitsbezogene Lebensqualität und unerwünschte Ereignisse analysiert.

Ein zentraler Aspekt des Berichts ist die Problematik des Publikationsbias. Es wird ausdrücklich betont, dass unvollständige Datenbereitstellungen durch Hersteller valide Nutzenbewertungen erheblich erschweren und verzerren können.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht hebt die Gefahr des Publikationsbias durch zurückgehaltene Studiendaten stark hervor. Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Verordnung von Reboxetin der belegte geringere Nutzen im Vergleich zu SSRI sowie die erhöhte Abbruchrate wegen unerwünschter Ereignisse in die Therapieentscheidung einfließen sollten.

Häufig gestellte Fragen

Nein, der IQWiG-Bericht belegt im Gegenteil einen geringeren Nutzen von Reboxetin bezüglich Remission und Response im Vergleich zu SSRI. Zudem traten in den Studien häufiger Therapieabbrüche wegen unerwünschter Ereignisse auf.

Laut Auswertung gibt es keinen Beleg für einen Zusatznutzen von Mirtazapin gegenüber anderen aktiven Komparatoren wie SSRI. Es ist lediglich ein Nutzen bezüglich der Response im direkten Vergleich zu Placebo belegt.

In der Kurzzeitakuttherapie belegt der Bericht einen geringeren Nutzen von Bupropion XL für die Endpunkte Remission und Response im Vergleich zu Venlafaxin XR. Bezüglich schwerwiegender unerwünschter Ereignisse ergab sich kein Unterschied.

Ja, die Daten belegen einen Nutzen von Bupropion XL bei der Prävention eines Rückfalls in eine Winterdepression. Ein Nutzen bezüglich der Schmerzsymptomatik bei diesen Patienten ist jedoch nicht belegt.

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Quelle: IQWiG A05-20C: Bupropion, Mirtazapin und Reboxetin zur Behandlung der Depression (IQWiG, 2011). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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