Paracetamol (Acetaminophen): Dosierung & Interaktionen
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf dem pharmakologischen Kurzprofil der DrugBank-Datenbank. Paracetamol (Acetaminophen) ist ein zentral wirksames Analgetikum und Antipyretikum aus der Gruppe der Para-Aminophenol-Derivate.
Es wird weltweit häufig zur symptomatischen Behandlung von Schmerzen und Fieber eingesetzt. Der genaue Wirkmechanismus ist nicht vollständig geklärt, beruht aber laut Profil auf einer Hemmung der Cyclooxygenase (COX) im zentralen Nervensystem.
Im Gegensatz zu klassischen nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) besitzt Paracetamol keine periphere entzündungshemmende Wirkung. Ein aktiver Metabolit (AM404) entfaltet möglicherweise zusätzliche Effekte an Cannabinoid- und TRPV1-Rezeptoren.
Empfehlungen
Das DrugBank-Profil nennt folgende klinische Anwendungsgebiete und pharmakologische Eigenschaften:
Indikationen
Paracetamol wird für folgende Beschwerdebilder aufgeführt:
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Leichte bis mittelschwere Schmerzen
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Fieber
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Kopfschmerzen und Migräne (oft in Kombination mit anderen Wirkstoffen)
-
Arthrose (als Analgetikum der ersten Wahl)
Pharmakokinetik und Metabolismus
Die orale Bioverfügbarkeit liegt zwischen 60 und 98 Prozent, bei einer Halbwertszeit von 1,5 bis 3 Stunden. Der hepatische Metabolismus erfolgt primär über Glukuronidierung (60 Prozent) und Sulfatierung (35 Prozent).
Ein kleiner Anteil (5 Prozent) wird über das Enzym CYP2E1 zu dem hepatotoxischen Metaboliten NAPQI abgebaut. Dieser wird physiologisch durch Glutathion neutralisiert, wobei bei einer Überdosierung N-Acetylcystein als Antidot eingesetzt wird.
Wichtige Interaktionen
Das Profil warnt vor relevanten Wechselwirkungen mit anderen Substanzen:
-
Chronischer Alkoholkonsum erhöht das Risiko einer Hepatotoxizität.
-
Bei regelmäßiger Einnahme von mehr als 2 g pro Tag kann es zu einem Anstieg des INR-Wertes unter Warfarin-Therapie kommen.
-
Enzyminduktoren wie Carbamazepin oder Phenytoin steigern die Bildung des hepatotoxischen Metaboliten.
-
Metoclopramid beschleunigt die Resorption von Paracetamol.
Dosierung
Das Profil gibt folgende Dosierungsrichtlinien vor:
| Patientengruppe | Einzeldosis | Dosierungsintervall | Tageshöchstdosis |
|---|---|---|---|
| Erwachsene (Standard) | 500-1000 mg | alle 4-6 Stunden | 3-4 g |
| Ältere Menschen | individuell | individuell | max. 2 g |
| Lebererkrankungen | individuell | individuell | max. 2 g |
| Chronischer Alkoholkonsum | individuell | individuell | max. 2 g |
Kontraindikationen
Laut DrugBank-Profil bestehen folgende Kontraindikationen:
-
Schwere Leberfunktionsstörungen
-
Aktive Lebererkrankungen
Zudem wird auf dosisabhängige Hepatotoxizität als wichtigste Nebenwirkung hingewiesen. Paracetamol gilt als häufigste Ursache für akutes Leberversagen in den Industrienationen. Seltene Nebenwirkungen umfassen allergische Reaktionen und Thrombozytopenie.
💡Praxis-Tipp
Es wird dringend darauf hingewiesen, die maximale Tagesdosis von Paracetamol strikt zu beachten, da eine dosisabhängige Hepatotoxizität die größte Gefahr darstellt. Bei Risikogruppen wie älteren Menschen, Personen mit Lebererkrankungen oder chronischem Alkoholkonsum wird eine Reduktion der Tageshöchstdosis auf maximal 2 g empfohlen.
Häufig gestellte Fragen
Laut DrugBank-Profil liegt die reguläre Tageshöchstdosis bei 3 bis 4 g. Bei älteren Menschen, Lebererkrankungen oder chronischem Alkoholkonsum wird eine Reduktion auf maximal 2 g pro Tag empfohlen.
Nein, das Profil stellt klar, dass Paracetamol keine periphere antiinflammatorische Aktivität besitzt. Es wirkt rein analgetisch und antipyretisch über zentrale Mechanismen.
Bei einer Überdosierung entsteht vermehrt der toxische Metabolit NAPQI. Als spezifisches Antidot wird N-Acetylcystein verabreicht.
Bei einer regelmäßigen Einnahme von mehr als 2 g Paracetamol pro Tag kann es zu einem Anstieg des INR-Wertes kommen. Eine engmaschige Kontrolle der Gerinnungswerte ist in solchen Fällen ratsam.
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Quelle: DrugBank: Paracetamol (Acetaminophen) - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.
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