DrugBank Profil: Diclofenac - Indikationen & Dosierung
Hintergrund
Das pharmakologische Profil von Diclofenac wird in der DrugBank-Datenbank als nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR) aus der Klasse der Essigsäurederivate beschrieben. Es wird primär in der Kategorie Schmerz und Muskel-Skelett-Erkrankungen eingeordnet. Laut DrugBank beruht der Wirkmechanismus auf einer Hemmung von COX-1 und COX-2, wobei eine gewisse Präferenz für COX-2 besteht. Zusätzlich wird laut Quelle der Lipoxygenase-Weg sowie die Phospholipase A2 gehemmt, was zu einem potenten entzündungshemmenden Effekt führt. Die Pharmakokinetik zeichnet sich laut Datenbank durch eine orale Bioverfügbarkeit von 50 bis 60 Prozent (First-Pass-Effekt) und eine Halbwertszeit von 1,2 bis 2 Stunden aus. Die entzündungshemmende Wirkung hält jedoch nach Angaben der DrugBank länger an, da sich der Wirkstoff in der Synovialflüssigkeit anreichert. Der Metabolismus erfolgt über das Enzym CYP2C9, und es liegt eine hohe Proteinbindung vor.
Empfehlungen
Gemäß dem DrugBank-Profil wird Diclofenac für verschiedene Indikationen eingesetzt.
Zu den Hauptindikationen zählen laut Quelle:
- Arthrose (Osteoarthritis)
- Rheumatoide Arthritis
- Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew)
- Akute Schmerzen
- Nierenkolik
- Migräne (hierbei wird laut DrugBank das Kaliumsalz aufgrund der schnellen Absorption verwendet)
- Aktinische Keratose (als topisches Gel)
Hinsichtlich der Nebenwirkungen weist die DrugBank darauf hin, dass gastrointestinale Beschwerden auftreten können, deren Risiko geringer als bei Naproxen, jedoch höher als bei Ibuprofen eingestuft wird. Zudem wird ein im Vergleich zu Ibuprofen und Naproxen höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse beschrieben. Weitere genannte Nebenwirkungen umfassen Hepatotoxizität, Nierenfunktionsstörungen und Hautausschlag (Rash).
Wichtige Arzneimittelinteraktionen laut DrugBank
Antikoagulanzien
Erhöhtes Blutungsrisiko
ACE-Hemmer / ARBs / Diuretika
Reduzierte Wirksamkeit und Risiko einer Nierenschädigung
Lithium
Erhöhte Lithiumspiegel
Methotrexat
Erhöhte Toxizität
Cyclosporin
Nephrotoxizität
CYP2C9-Inhibitoren
Erhöhte Diclofenac-Spiegel
Dosierung
Die DrugBank gibt folgende Dosierungshinweise für Diclofenac an:
| Darreichungsform | Dosierung laut DrugBank | Maximale Tagesdosis |
|---|---|---|
| Oral (Standard) | 50 mg 2- bis 3-mal täglich ODER 75 mg 2-mal täglich | 150 mg/Tag |
| Oral (Retard/SR) | 75 bis 100 mg 1-mal täglich | - |
| Zäpfchen | 100 mg zur Nacht (QHS) | - |
| Topisch (Gel) | 4-mal täglich auftragen | - |
Zusätzlich wird in den Dosierungshinweisen der Quelle empfohlen, die Leberenzyme zu überwachen.
Kontraindikationen
Laut DrugBank bestehen für Diclofenac folgende Kontraindikationen:
- Aktive gastrointestinale Ulzerationen
- Schwere Herzinsuffizienz
- Ischämische Herzerkrankung
- Periphere arterielle Verschlusskrankheit
- Zerebrovaskuläre Erkrankungen
- Schwere Nieren- oder Leberfunktionsstörung
💡Praxis-Tipp
Laut den Dosierungshinweisen der DrugBank wird bei der Therapie mit Diclofenac eine Überwachung der Leberenzyme (ALT/AST) empfohlen, da ein Risiko für Hepatotoxizität besteht.
Häufig gestellte Fragen
Gemäß der DrugBank hemmt Diclofenac COX-1 und COX-2 (mit leichter COX-2-Präferenz) sowie den Lipoxygenase-Weg und die Phospholipase A2.
Laut Quelle akkumuliert der Wirkstoff in der Synovialflüssigkeit, wodurch der entzündungshemmende Effekt trotz einer Halbwertszeit von nur 1,2 bis 2 Stunden länger anhält.
Für die Indikation Migräne wird laut DrugBank das Kaliumsalz von Diclofenac verwendet, da dieses eine besonders schnelle Absorption aufweist.
Die DrugBank beschreibt für Diclofenac ein höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse im direkten Vergleich zu Ibuprofen und Naproxen.
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Quelle: DrugBank: Diclofenac - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.