Metamizol (Dipyrone): Profil & Dosierung laut DrugBank
Hintergrund
Metamizol (Dipyrone) ist ein Analgetikum und Antipyretikum aus der Klasse der Pyrazolone. Laut den Daten der DrugBank hemmt der Wirkstoff die Cyclooxygenase (COX-1 und COX-2) im zentralen Nervensystem und in der Peripherie. Zudem aktiviert Metamizol absteigende schmerzhemmende Bahnen. Die DrugBank-Datenbank beschreibt einen starken antipyretischen und spasmolytischen Effekt, auch wenn der genaue Wirkmechanismus noch nicht vollstaendig geklaert ist. Waehrend das Medikament in Deutschland verfuegbar ist, weist die Quelle darauf hin, dass es in vielen anderen Laendern aufgrund des Risikos einer Agranulozytose verboten ist. Pharmakokinetisch handelt es sich laut DrugBank um ein Prodrug, das schnell zum aktiven Metaboliten 4-MAA verstoffwechselt wird. Die orale Bioverfuegbarkeit liegt bei etwa 85 Prozent, die Halbwertszeit der Metaboliten betraegt 2 bis 4 Stunden.
Empfehlungen
Gemaess dem pharmakologischen Profil der DrugBank wird Metamizol fuer spezifische Indikationen eingesetzt, bei denen andere Therapieoptionen nicht ausreichen.
Zugelassene Indikationen laut Quelle
Starke Schmerzen
Wenn andere Analgetika unzureichend wirken.
Hohes Fieber
Sofern dieses refraktaer gegenueber Paracetamol oder Ibuprofen ist.
Spastische Schmerzen
Beispielsweise bei Gallen- oder Nierenkoliken.
- Postoperative Schmerzen.
Nebenwirkungen und Risiken
Die DrugBank warnt vor potenziell schweren unerwuenschten Wirkungen. Dazu zaehlt insbesondere die Agranulozytose, deren Inzidenz laut Quelle je nach geografischer Region zwischen 1:1.500 und 1:100.000 schwankt. Bei intravenoeser Gabe besteht zudem das Risiko einer dosisabhaengigen Hypotonie. Weitere in der Datenbank gelistete Nebenwirkungen umfassen Anaphylaxie, gastrointestinale Beschwerden (die jedoch seltener als bei NSAR auftreten) sowie in seltenen Faellen das Stevens-Johnson-Syndrom.
Wichtige Arzneimittelinteraktionen
Methotrexat
Erhoehte Toxizitaet.
Chlorpromazin
Risiko einer schweren Hypothermie.
Ciclosporin
Reduzierte Wirkstoffspiegel.
Antikoagulanzien
Erhoehtes Blutungsrisiko.
Myelotoxische Medikamente
Additive Knochenmarksuppression.
Dosierung
Die DrugBank-Datenbank gibt folgende Dosierungsrichtlinien fuer Metamizol vor:
| Applikationsweg | Einzeldosis | Intervall | Tageshoechstdosis |
|---|---|---|---|
| Oral (PO) / Intravenoes (IV) | 500 - 1000 mg | Alle 6 bis 8 Stunden | Maximal 4 g / Tag |
Besondere Hinweise zur Applikation
Laut DrugBank muss eine intravenoese Infusion langsam ueber mindestens 15 Minuten erfolgen, da andernfalls ein erhoehtes Risiko fuer einen Blutdruckabfall (Hypotonie) besteht.
Kontraindikationen
Gemaess den Angaben der DrugBank bestehen fuer Metamizol folgende Kontraindikationen:
- Erkrankungen des Knochenmarks
- Akute hepatische Porphyrie
- Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (G6PD-Mangel)
- Letztes Trimenon der Schwangerschaft
- Aspirin-intolerantes Asthma
- Saeuglinge unter 3 Monaten
💡Praxis-Tipp
Laut DrugBank-Profil ist es essenziell, Patienten ueber die Fruehwarnzeichen einer Agranulozytose aufzuklaeren. Die Quelle betont, dass bei Auftreten von Fieber in Kombination mit Halsschmerzen eine sofortige Blutbildkontrolle veranlasst werden muss.
Häufig gestellte Fragen
Die DrugBank nennt starke Schmerzen (wenn andere Analgetika nicht ausreichen), postoperative Schmerzen sowie spastische Schmerzen wie Gallen- oder Nierenkoliken als Indikationen.
Gemaess den Daten der DrugBank variiert das Risiko geografisch und liegt zwischen 1:1.500 und 1:100.000.
Laut DrugBank-Profil muss die intravenoese Gabe langsam ueber mindestens 15 Minuten erfolgen, um das Risiko einer dosisabhaengigen Hypotonie zu minimieren.
Die DrugBank listet ein Alter von unter 3 Monaten als Kontraindikation fuer die Anwendung von Metamizol.
Nach Angaben der DrugBank kann die gleichzeitige Gabe von Metamizol und Chlorpromazin zu einer schweren Hypothermie fuehren.
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Quelle: DrugBank: Metamizole (Dipyrone) - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.