Acetylsalicylsäure (Aspirin): Profil laut DrugBank
Hintergrund
Acetylsalicylsäure (ASS), häufig als Aspirin bekannt, ist laut DrugBank ein Cyclooxygenase (COX)-Inhibitor und Thrombozytenaggregationshemmer. Das pharmakologische Profil der DrugBank-Datenbank beschreibt, dass der Wirkstoff primär im kardiovaskulären Bereich sowie zur Schmerz- und Fieberbehandlung eingesetzt wird. Der Wirkmechanismus beruht auf einer irreversiblen Acetylierung von COX-1, was die Thromboxan-A2-Synthese in den Blutplättchen hemmt. Gemäß den pharmakokinetischen Daten der DrugBank erfolgt die COX-1-Hemmung der Thrombozyten bereits präsystemisch im Pfortaderkreislauf. Obwohl die Halbwertszeit von ASS nur 15 bis 20 Minuten beträgt, hält der irreversible Effekt auf die Blutplättchen laut Quelle für deren gesamte Lebensdauer von 7 bis 10 Tagen an.
Empfehlungen
Die DrugBank-Datenbank listet verschiedene Indikationen für Acetylsalicylsäure auf, die dosisabhängig sind. Niedrig dosierte ASS wird laut Quelle für die Sekundärprävention von Myokardinfarkten und Schlaganfällen, bei akutem Koronarsyndrom (ACS) sowie nach perkutaner Koronarintervention (PCI) oder Koronararterien-Bypass (CABG) eingesetzt. In diesen Fällen steht der selektive antithrombozytäre Effekt im Vordergrund. Höher dosierte ASS wird gemäß dem pharmakologischen Profil zur Behandlung von Schmerzen und Fieber sowie bei rheumatischen Erkrankungen verwendet, da hierbei eine analgetische und antiinflammatorische Wirkung über die Hemmung von COX-1 und COX-2 erzielt wird. Bezüglich möglicher Nebenwirkungen weist die DrugBank auf gastrointestinale Beschwerden, Ulzerationen und Blutungen hin. Bei hohen Dosierungen kann laut Quelle Tinnitus auftreten. Zudem wird ein Risiko für Bronchospasmen bei Aspirin-sensiblem Asthma beschrieben.
Dosierung
Die DrugBank gibt spezifische Dosierungsschemata für verschiedene Indikationen an.
| Indikation | Dosierungsempfehlung laut DrugBank |
|---|---|
| Thrombozytenaggregationshemmung | 75 bis 100 mg einmal täglich (QD) |
| Schmerz und Fieber | 500 bis 1000 mg alle 4 bis 6 Stunden (Maximaldosis: 3 g/Tag) |
| Akutes Koronarsyndrom (ACS) Loading | 300 bis 500 mg (gekaut) |
Kontraindikationen
Das DrugBank-Profil nennt mehrere strikte Kontraindikationen für die Anwendung von Acetylsalicylsäure. Dazu gehören aktive gastrointestinale Blutungen sowie schweres Nieren- oder Leberversagen. Die Leitlinie warnt zudem vor dem Einsatz bei Aspirin-exazerbierter Atemwegserkrankung und im letzten Trimenon der Schwangerschaft. Eine starke Warnung wird laut DrugBank für Kinder unter 16 Jahren ausgesprochen, da hier das Risiko für ein Reye-Syndrom besteht.
Zusätzlich werden wichtige Arzneimittelinteraktionen beschrieben:
Antikoagulanzien
Erhöhtes Blutungsrisiko.
Methotrexat
Reduzierte Clearance bei hohen ASS-Dosen.
Ibuprofen
Kann laut Quelle den antithrombozytären Effekt verringern, wenn es vor ASS eingenommen wird.
ACE-Hemmer
Reduzierte antihypertensive Wirkung.
Kortikosteroide
Erhöhtes Risiko für gastrointestinale Ulzera.
💡Praxis-Tipp
Laut den pharmakologischen Daten der DrugBank kann Ibuprofen den antithrombozytären Effekt von Acetylsalicylsäure abschwächen, sofern es vor der ASS-Gabe eingenommen wird.
Häufig gestellte Fragen
Gemäß den DrugBank-Daten hält der irreversible Effekt auf die Blutplättchen für deren gesamte Lebensdauer an, was etwa 7 bis 10 Tagen entspricht.
Das DrugBank-Profil warnt vor der Anwendung bei Kindern unter 16 Jahren aufgrund des Risikos für die Entwicklung eines potenziell lebensbedrohlichen Reye-Syndroms.
Laut Quelle wird beim ACS eine Initialdosis (Loading Dose) von 300 bis 500 mg empfohlen, die vom Patienten gekaut werden sollte.
Die DrugBank beschreibt, dass niedrige Dosen (75 bis 100 mg) selektiv antithrombozytär wirken, während höhere Dosen (500 bis 1000 mg) über die Hemmung von COX-1 und COX-2 analgetische und antiinflammatorische Effekte erzielen.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: DrugBank: Acetylsalicylic Acid (Aspirin) - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.