Pankreatitis: Diagnostik, Therapie & Volumenmanagement

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGVS (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Pankreatitis ist eine entzündliche Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, die als akute, chronische oder autoimmune Form auftreten kann. Sie erfordert je nach Ursache und Verlauf spezifische diagnostische und therapeutische Ansätze.

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Editorial zur S3-Leitlinie „Pankreatitis“ der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) aus dem Jahr 2021.

Die Leitlinie bündelt evidenzbasierte Empfehlungen zu allen drei Entitäten und berücksichtigt dabei aktuelle Studienergebnisse zu endoskopischen, operativen und medikamentösen Therapieverfahren.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen basierend auf aktuellen Studiendaten:

Chronische Pankreatitis

Laut Leitlinie wird bei Gallengangstenosen, die auf dem Boden einer chronischen Pankreatitis entstehen, eine endoskopische Therapie empfohlen. Der Einsatz von fcSEMS (fully covered self expanding metal stents) führt in etwa 80 % der Fälle zu einem mittelfristigen Therapieerfolg.

Für die opiatpflichtige obstruktive chronische Pankreatitis wird gemäß der Leitlinie eine möglichst frühzeitige operative Therapie empfohlen. Dies stellt das nachhaltigste langfristige Therapiekonzept dar.

Akute und nekrotisierende Pankreatitis

Die Leitlinie bietet evidenzbasierte Empfehlungen zum Volumenmanagement und zur Ernährung bei akuter Pankreatitis.

Bei infizierten Nekrosen im Rahmen einer nekrotisierenden Pankreatitis wird eine interventionelle endoskopische Therapie empfohlen.

Bei einer vorhergesagt schweren biliären Pankreatitis profitieren Betroffene laut Leitlinie nicht von einer frühzeitigen ERCP innerhalb der ersten 24 Stunden.

Autoimmunpankreatitis

Es wird empfohlen, bei einer Autoimmunpankreatitis eine dreijährige Erhaltungstherapie mit Steroiden durchzuführen. Studiendaten belegen hierfür einen deutlichen klinischen Nutzen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie sollte bei einer vorhergesagt schweren biliären Pankreatitis auf eine routinemäßige frühzeitige ERCP innerhalb der ersten 24 Stunden verzichtet werden. Aktuelle Studiendaten zeigen, dass dieses Vorgehen keinen klinischen Vorteil bietet. Stattdessen wird bei infizierten Nekrosen eine interventionelle endoskopische Therapie empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt bei einer opiatpflichtigen obstruktiven chronischen Pankreatitis eine möglichst frühzeitige operative Therapie. Dies wird als das nachhaltigste langfristige Therapiekonzept bewertet.

Es wird eine endoskopische Therapie mittels fcSEMS (fully covered self expanding metal stents) empfohlen. Laut Leitlinie kann damit in etwa 80 % der Fälle ein mittelfristiger Erfolg erzielt werden.

Gemäß der Leitlinie profitieren Personen mit einer vorhergesagt schweren biliären Pankreatitis nicht von einer frühzeitigen ERCP innerhalb der ersten 24 Stunden.

Die Leitlinie empfiehlt für die Autoimmunpankreatitis eine Erhaltungstherapie mit Steroiden über einen Zeitraum von drei Jahren.

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Quelle: DGVS: Pankreatitis (DGVS, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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