Oxaliplatin: FNH-Risiko und Lebendimpfstoff-Interaktion
Hintergrund
Oxaliplatin ist ein Zytostatikum, das in Kombination mit 5-Fluorouracil und Folinsäure zur adjuvanten Behandlung des Kolonkarzinoms sowie beim metastasierenden kolorektalen Karzinom eingesetzt wird.
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) hat in einer Drug Safety Mail (2023-53) über wichtige Änderungen der Produktinformation von Oxaliplatin Hexal® informiert. Diese Anpassungen basieren auf der wissenschaftlichen Bewertung im Rahmen von regelmäßig aktualisierten Unbedenklichkeitsberichten.
Tumorpatienten weisen grundsätzlich eine erhöhte Anfälligkeit für impfpräventable Infektionen auf. Dennoch erfordert die immunsuppressive Wirkung der Tumortherapie besondere Vorsichtsmaßnahmen bei der Immunisierung.
💡Praxis-Tipp
Die AkdÄ warnt davor, dass bei Patienten unter Oxaliplatin-Therapie ein erhöhtes Risiko für eine Infektion durch attenuierte Impfviren besteht. Es wird daher empfohlen, bei der Indikationsstellung für Impfungen streng zwischen Lebend- und Totimpfstoffen zu differenzieren und Patienten über eine potenziell reduzierte Immunantwort bei Totimpfstoffen aufzuklären.
Häufig gestellte Fragen
Laut AkdÄ dürfen Totimpfstoffe und inaktivierte Impfstoffe angewendet werden. Lebendimpfstoffe oder attenuierte Lebendimpfstoffe sollten jedoch vermieden werden.
Die AkdÄ weist darauf hin, dass während einer Tumortherapie das Risiko einer Erkrankung durch die attenuierten Impfviren besteht. Daher wird von der Gabe abgeraten.
Die FNH wurde laut AkdÄ als neue mögliche Nebenwirkung von Oxaliplatin in die Produktinformation aufgenommen. Es handelt sich dabei um gutartige Wucherungen in der Leber, die meist zufällig entdeckt werden.
Die AkdÄ informiert, dass Totimpfstoffe zwar angewendet werden dürfen, das Ansprechen auf diese Impfstoffe jedoch vermindert sein kann.
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Quelle: AkdÄ: Informationsbrief zu Oxaliplatin Hexal®: Risiko der fokalen nodulären Hyperplasie und Wechselwirkung zwischen Oxaliplatin und LebendvakzinenDrug (AkdÄ, 2023). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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