Notfallpsychiatrie: Deeskalation und Pharmakotherapie
Hintergrund
Die AWMF S2k-Leitlinie „Notfallpsychiatrie“ adressiert die zunehmende Häufigkeit und Komplexität psychiatrischer Notfallsituationen in der präklinischen und klinischen Versorgung.
Zu den häufigsten notfallpsychiatrischen Störungsbildern zählen Intoxikationen, Erregungszustände, Delirien und Suizidalität. Diese Situationen sind oft potenziell lebensbedrohlich und erfordern ein rasches, strukturiertes Handeln.
Ziel der Leitlinie ist es, standardisierte Empfehlungen für die Diagnostik und Therapie zu formulieren. Dabei wird besonderer Wert auf die Wahrung der Würde und Selbstbestimmung der betroffenen Patienten gelegt.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie warnt ausdrücklich vor der unkritischen intravenösen Gabe von Haloperidol ohne EKG-Monitoring, da hierbei ein erhöhtes Risiko für lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen besteht. Zudem wird betont, dass bei alkoholintoxikierten Patienten primär Antipsychotika anstelle von Benzodiazepinen eingesetzt werden sollten, um eine fatale Atemdepression zu vermeiden.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie werden primär Benzodiazepine wie Lorazepam und Antipsychotika wie Haloperidol oder Olanzapin empfohlen. Es wird betont, dass eine orale Gabe bei Kooperationsbereitschaft stets bevorzugt werden sollte.
Die Leitlinie empfiehlt eine vollständige körperliche und neurologische Untersuchung inklusive Bestimmung der Vitalparameter. Ergänzend wird ein EKG sowie die laborchemische Bestimmung von Blutzucker, Blutbild, Elektrolyten und Nierenwerten angeraten.
Es wird der primäre Einsatz von Benzodiazepinen oder Clomethiazol empfohlen. Bei Vorliegen psychotischer Symptome kann gemäß Leitlinie eine Kombination mit einem Antipsychotikum wie Haloperidol erfolgen.
Eine Fixierung wird als letztes Mittel nach Ausschöpfung aller Deeskalationsmaßnahmen beschrieben. Sie erfordert zwingend eine ärztliche Anordnung und eine kontinuierliche persönliche Überwachung des Patienten.
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Quelle: Notfallpsychiatrie (AWMF). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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