DGPPN2018Psychiatrie

Prävention von Zwang: Therapie aggressiven Verhaltens

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGPPN (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S3-Leitlinie der DGPPN (2018) befasst sich mit der Prävention und Therapie aggressiven Verhaltens bei erwachsenen psychisch erkrankten Menschen. Das übergeordnete Ziel ist es, Zwangsmaßnahmen in der psychiatrischen Versorgung weitestmöglich zu vermeiden und zu reduzieren.

Aggressives Verhalten stellt in der Psychiatrie häufig eine Notfallsituation dar. Laut Leitlinie ist es essenziell, organische Ursachen wie Intoxikationen, Hirnblutungen oder Hypoglykämien differentialdiagnostisch auszuschließen. Eine Zwangseinweisung soll nur erfolgen, wenn das Verhalten ursächlich mit einer psychischen Erkrankung zusammenhängt und die Einwilligungsfähigkeit beeinträchtigt ist.

Die Leitlinie betont, dass viele psychisch erkrankte Menschen in ihrer Vorgeschichte selbst Opfer von physischer oder sexueller Gewalt wurden. Es wird empfohlen, dies bei der Beziehungsgestaltung und der Wahl der Interventionen traumasensibel zu berücksichtigen, um Retraumatisierungen durch freiheitsbeschränkende Maßnahmen zu verhindern.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt ausdrücklich davor, bei akuten Erregungszuständen Olanzapin und Benzodiazepine gleichzeitig intramuskulär zu verabreichen. Zudem wird betont, dass bei Intoxikationen oder unklaren Zustandsbildern auf sedierende Medikamente weitgehend verzichtet werden sollte und stattdessen Haloperidol als vergleichsweise sichere Option gilt.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird primär eine orale Gabe von Antipsychotika oder Benzodiazepinen empfohlen. Ist dies nicht möglich, gelten intramuskuläre Injektionen von Haloperidol in Kombination mit Lorazepam oder Promethazin als wirksam.

Die Leitlinie rät vom Einsatz von Haloperidol bei Demenz ab. Eine Ausnahme besteht lediglich, wenn zusätzlich ein Delir vorliegt.

Es wird empfohlen, die Dauer so kurz wie möglich zu halten. Laut Leitlinie sollte eine Isolierung in der Regel nicht länger als eine Stunde dauern, während Fixierungen den Zeitraum von wenigen Stunden nicht überschreiten sollten.

Bei aggressiven Erregungszuständen im Rahmen einer Intoxikation warnt die Leitlinie vor atemdepressiven Medikamenten. In diesen Fällen wird eine Monotherapie mit Haloperidol unter intensiver Überwachung empfohlen.

Das Festhalten sollte gemäß Leitlinie durch mindestens drei Personen im Stehen oder Sitzen erfolgen. Ein Festhalten auf dem Boden ist nur im Ausnahmefall zulässig, wobei Druck auf Brust und Bauch zwingend vermieden werden muss.

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Quelle: S3-Leitlinie Verhinderung von Zwang: Prävention und Therapie aggressiven Verhaltens - Praxisversion (DGPPN, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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