Nicht-eitrige ZNS-Infektionen: Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie behandelt nicht-eitrige, meist viral bedingte Infektionen von Gehirn und Rückenmark im Kindes- und Jugendalter. Zu den typischen Krankheitsbildern zählen die Meningitis, Enzephalitis, Myelitis und Zerebellitis.

Häufige Auslöser sind Enteroviren, Herpes-simplex-Viren (HSV), Varizella-Zoster-Viren (VZV) und zunehmend auch Erreger wie SARS-CoV-2. Zudem spielen durch Zecken übertragene Viren wie das FSME-Virus eine wichtige Rolle in Endemiegebieten.

Die Leitlinie betont, dass neben direkten Erregerschäden auch immunvermittelte Prozesse im Vordergrund stehen können. Ein bekanntes Beispiel ist die sekundäre NMDA-Rezeptor-Enzephalitis, die als Folgeerkrankung nach einer primären HSV-Enzephalitis auftreten kann.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein unauffälliges MRT oder ein initial normaler Liquorstatus schließen eine frühzeitige Herpes-simplex-Enzephalitis nicht aus. Es wird dringend empfohlen, bei klinischem Verdacht sofort und ohne Verzug eine intravenöse Therapie mit Aciclovir einzuleiten. Eine Verzögerung der Therapie bis zum Eintreffen der Laborergebnisse verschlechtert die neurologische Prognose erheblich.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt hierfür den "Bacterial Meningitis Score" (BMS) sowie die Bestimmung von Procalcitonin im Serum. Auch ein Laktatwert im Liquor von über 35 mg/dl spricht stark für eine bakterielle Ursache.

Es wird eine zeitnahe Magnetresonanztomographie (MRT) als Goldstandard empfohlen. Ein cCT sollte laut Leitlinie nur bei instabilen Kindern durchgeführt werden, die nicht MRT-tauglich sind.

Laut Leitlinie sollte in diesem Fall an eine post-infektiöse NMDA-Rezeptor-Enzephalitis gedacht werden. Diese autoimmunologische Folgeerkrankung erfordert eine rasche immunmodulatorische Therapie mit Steroiden oder Immunglobulinen.

Die Leitlinie empfiehlt bei einer unkomplizierten Virusmeningitis eine rein symptomatische Behandlung. Eine spezifische antivirale Therapie ist in diesen Fällen meist nicht erforderlich.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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