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Pankreaskarzinom: Leitlinie zu Diagnostik & Therapie (NICE)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf NICE Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Ein Pankreas-Protokoll-CT ist die primäre Bildgebung bei Verdacht auf ein Pankreaskarzinom.
  • Bei resektablen Tumoren sollte eine primäre Operation ohne vorherige biliäre Drainage angestrebt werden.
  • Als adjuvante Therapie wird eine Kombination aus Gemcitabin und Capecitabin für 6 Zyklen empfohlen.
  • FOLFIRINOX ist die Erstlinientherapie für metastasierte Tumoren bei gutem Allgemeinzustand (ECOG 0-1).
  • Bei inoperablen Tumoren ist die Gabe von magensaftresistentem Pankreatin indiziert.
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Hintergrund

Das Pankreaskarzinom wird oft spät diagnostiziert, weshalb nur ein kleiner Teil der Patienten für eine potenziell kurative Resektion infrage kommt. Die vorliegende NICE-Leitlinie fasst die evidenzbasierten Empfehlungen zur Diagnostik, zum Staging sowie zur kurativen und palliativen Therapie zusammen.

Diagnostik und Staging

Die primäre Bildgebung bei Verdacht auf ein Pankreaskarzinom (z. B. bei obstruktivem Ikterus oder Auffälligkeiten in anderen Untersuchungen) ist das Pankreas-Protokoll-CT.

Klinische SituationPrimäre DiagnostikWeitere Schritte bei Unklarheit
Obstruktiver IkterusPankreas-Protokoll-CT (vor Drainage!)FDG-PET/CT oder EUS mit Punktion
Zystische LäsionenPankreas-Protokoll-CT oder MRT/MRCPEUS zur Malignitätsbeurteilung
Lokalisiertes KarzinomCT Thorax/Abdomen/BeckenFDG-PET/CT vor Therapiebeginn

Hochrisikokriterien bei Zysten (Indikation zur Resektion):

  • Obstruktiver Ikterus bei Zyste im Pankreaskopf
  • Solide, kontrastmittelaufnehmende Anteile
  • Durchmesser des Ductus pancreaticus major ≥ 10 mm

Therapie des resektablen Karzinoms

Bei resektablen Tumoren sollte eine primäre Operation angestrebt werden. Eine neoadjuvante Therapie wird außerhalb von klinischen Studien nicht empfohlen.

MaßnahmeEmpfehlungBemerkung
Biliäre DrainageNicht routinemäßig präoperativDirekte Resektion bevorzugt
ResektionPyloruserhaltende Resektion erwägenWenn onkologisch ausreichend
LymphadenektomieStandard-LymphadenektomieKeine erweiterte Resektion
Adjuvante TherapieGemcitabin + CapecitabinStart nach Erholung, 6 Zyklen

Therapie des inoperablen Karzinoms

Die systemische Therapie richtet sich nach dem Stadium und dem Allgemeinzustand (ECOG-Status) des Patienten.

StadiumTherapie der 1. WahlAlternative (bei schlechterem AZ)
Lokal fortgeschrittenSystemische KombinationschemotherapieGemcitabin-Monotherapie
MetastasiertFOLFIRINOX (bei ECOG 0-1)Gemcitabin-Kombination oder Monotherapie
ZweitlinieOxaliplatin-basiert (falls nicht in Erstlinie)Gemcitabin-basiert (nach FOLFIRINOX)

Supportive Therapie und Symptomkontrolle

Die supportive Therapie ist essenziell für die Lebensqualität der Patienten.

  • Schmerztherapie: Bei unkontrollierten Schmerzen, eskalierendem Analgetikabedarf oder inakzeptablen Opioid-Nebenwirkungen sollte eine EUS-gesteuerte oder perkutane Neurolyse des Plexus coeliacus erwogen werden. Eine thorakale Splanchnikektomie wird nicht empfohlen.
  • Ernährung: Patienten mit inoperablem Karzinom sollten magensaftresistentes Pankreatin erhalten. Nach einer Resektion wird eine frühe enterale Ernährung (oral oder per Sonde) gegenüber einer parenteralen Ernährung bevorzugt. Fischöle zur Behandlung von Gewichtsverlust werden nicht empfohlen.
  • Biliäre Obstruktion: Bei inoperablen Patienten ist die endoskopische Einlage von selbstexpandierenden Metallstents einem chirurgischen Bypass vorzuziehen.

💡Praxis-Tipp

Verzichten Sie bei resektablen Tumoren mit obstruktivem Ikterus auf eine präoperative biliäre Drainage, sofern der Patient direkt operiert werden kann. Dies senkt das Komplikationsrisiko.

Häufig gestellte Fragen

Ein CT-Scan mit Pankreas-Protokoll, idealerweise bevor eine Gallengangsdrainage durchgeführt wird.
Wenn das CT unklare Befunde liefert, zur Gewebegewinnung (FNA) oder für ein genaueres Tumor- und Nodal-Staging.
Eine Kombinationstherapie aus Gemcitabin und Capecitabin für 6 Zyklen, sobald der Patient sich von der Operation ausreichend erholt hat.
Es sollte eine EUS- oder bildgesteuerte perkutane Neurolyse des Plexus coeliacus (Zöliakusblockade) erwogen werden.
Nein, bei funktionierendem Darm wird eine frühe enterale Ernährung (oral oder per Sonde) gegenüber der parenteralen Ernährung bevorzugt.

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