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Supportive & Palliative Care bei Krebs: NICE-Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf NICE Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Supportive und palliative Care sollte in allen Phasen der Krebserkrankung, ab dem ersten Verdacht auf Krebs, integriert werden.
  • Die Koordination der Versorgung erfordert strukturierte Bedarfsanalysen an zentralen Punkten des Patientenpfads.
  • Eine offene Kommunikation und die Einbindung von Patienten und Angehörigen in die Entscheidungsfindung sind essenziell.
  • Spezialisierte Palliativversorgung und Beratung müssen rund um die Uhr (24/7) verfügbar sein.
  • Psychologische, soziale und spirituelle Unterstützung sind gleichwertige Bestandteile der ganzheitlichen Patientenversorgung.
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Hintergrund

Die Diagnose Krebs hat tiefgreifende Auswirkungen auf Patienten und deren Angehörige. Die NICE-Leitlinie (2004) definiert Modelle für die supportive und palliative Versorgung von Erwachsenen mit Krebs. Supportive Care umfasst alle Dienste, die Patienten und ihren Familien helfen, mit der Erkrankung von der Verdachtsdiagnose bis zur Heilung oder zum Tod und der Trauerphase umzugehen. Palliative Care konzentriert sich auf die aktive, ganzheitliche Behandlung bei fortgeschrittener, fortschreitender Erkrankung zur Erzielung der bestmöglichen Lebensqualität.

Koordination der Versorgung

Eine mangelnde Koordination führt zu Verzögerungen und unerfüllten Bedürfnissen. Die Versorgung sollte durch Krebsnetzwerke (Cancer Networks) gesteuert werden.

MaßnahmeZielBemerkung
BedarfsermittlungErfassung physischer, psychologischer, sozialer und spiritueller BedürfnisseSollte partnerschaftlich mit dem Patienten erfolgen
Key WorkerFörderung der klinischen KontinuitätEine benannte Kontaktperson für den Patienten
Multidisziplinäre Teams (MDT)Effektive interprofessionelle KommunikationRegelmäßige Fallbesprechungen und Dokumentation

Zeitpunkte für strukturiertes Assessment

Die Bedürfnisse der Patienten schwanken im Verlauf der Erkrankung. Ein strukturiertes Assessment muss mindestens an folgenden Schlüsselpunkten erfolgen:

  • Rund um die Diagnosestellung
  • Bei Beginn der Behandlung
  • Nach Abschluss des primären Behandlungsplans
  • Bei Krankheitsrückfall (Rezidiv)
  • Bei Feststellung der Unheilbarkeit
  • Wenn die Sterbephase beginnt
  • Jederzeit auf Wunsch des Patienten

Kommunikation und Information

Gute persönliche Kommunikation ist fundamental. Patienten benötigen detaillierte, qualitativ hochwertige Informationen.

  • Übermittlung schlechter Nachrichten: Sollte in der Regel durch einen erfahrenen Kliniker mit fortgeschrittenem Kommunikationstraining erfolgen.
  • Dokumentation: Die Ergebnisse wichtiger Konsultationen müssen in der Akte vermerkt und an andere Behandler kommuniziert werden. Dem Patienten ist eine dauerhafte Aufzeichnung anzubieten.
  • Informationsmaterial: Muss kostenlos und leicht zugänglich sein.

Palliativversorgung (Allgemein und Spezialisiert)

Die Palliativversorgung wird in allgemeine und spezialisierte Dienste unterteilt.

VersorgungsstufeZuständigkeitAnforderungen
Allgemeine PalliativversorgungHausärzte, Bezirkskrankenpfleger, Onkologen24/7-Verfügbarkeit von medizinischer und pflegerischer Basisversorgung; Zugang zu Spezialistenrat
Spezialisierte PalliativversorgungPalliativmediziner, Hospize, spezialisierte PflegeteamsBeratung rund um die Uhr (24/7); Unterstützung zu Hause, im Krankenhaus und in Pflegeheimen

Weitere Unterstützungsangebote

Die Leitlinie fordert den Zugang zu verschiedenen Unterstützungsdiensten:

  • Psychologische Unterstützung: Systematisches Assessment und Zugang zu einem vierstufigen Modell psychologischer Interventionen.
  • Soziale Unterstützung: Partnerschaften zwischen Gesundheits-, Sozialwesen und dem freiwilligen Sektor zur Sicherstellung von Alltagshilfen und finanzieller Beratung.
  • Spirituelle Unterstützung: Zugang zu qualifizierten Seelsorgern für Patienten, Angehörige und Personal.
  • Rehabilitation: Umfassende Dienste zur Maximierung der physischen Funktion und Unabhängigkeit (vierstufiges Modell).
  • Komplementärmedizin: Bereitstellung verlässlicher Informationen und Gewährleistung sicherer Praktiken in NHS-Einrichtungen.

Einbindung von Patienten und Angehörigen

Patienten und Angehörige sollen aktiv in die Planung, Bereitstellung und Evaluation von Diensten einbezogen werden. Zudem benötigen Familien und Betreuer eigene Unterstützung, insbesondere während der Krankheit und in der Trauerphase (Bereavement Care).

💡Praxis-Tipp

Etablieren Sie feste Zeitpunkte für strukturierte Bedarfsanalysen (z.B. bei Diagnose, Therapiebeginn, Rezidiv) und benennen Sie einen festen Ansprechpartner ('Key Worker') für jeden Krebspatienten.

Häufig gestellte Fragen

Bereits ab dem Zeitpunkt des ersten Krebsverdachts (Prä-Diagnose) und durchgehend über den gesamten Behandlungsverlauf.
Dies sollte in der Regel durch einen erfahrenen Kliniker (Senior Clinician) erfolgen, der über ein fortgeschrittenes Kommunikationstraining verfügt.
Spezialisierter palliativmedizinischer Rat muss rund um die Uhr (24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche) verfügbar sein.
Mindestens bei Diagnose, Therapiebeginn, Therapieende, Rezidiv, Feststellung der Unheilbarkeit, Beginn der Sterbephase oder auf Wunsch des Patienten.

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