Multiples Myelom: Diagnostik, Staging und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Onkopedia|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Multiple Myelom (MM) ist eine maligne B-Zell-Neoplasie, die durch eine monoklonale Vermehrung von Plasmazellen im Knochenmark gekennzeichnet ist. Dies führt zu einer vermehrten Produktion monoklonaler Immunglobuline, die als Paraproteine in Serum oder Urin nachweisbar sind. Die klinische Vorstufe bildet die monoklonale Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS).

Die Erkrankung tritt meist im höheren Lebensalter auf, wobei das mediane Erkrankungsalter bei Frauen bei 74 und bei Männern bei 72 Jahren liegt. Symptome entstehen vor allem durch die Verdrängung der benignen Hämatopoese, osteolytischen Knochenumbau und Nierenfunktionseinschränkungen.

Die genetische Architektur des Multiplen Myeloms ist komplex und heterogen. Der genetische Subtyp, wie etwa das Vorliegen spezifischer Translokationen oder eines hyperdiploiden Chromosomensatzes, beeinflusst die Prognose maßgeblich.

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie interferieren Anti-CD38-Antikörper wie Daratumumab mit dem indirekten Coombs-Test, was zu Verzögerungen bei der Bereitstellung von Erythrozytenkonzentraten führen kann. Es wird empfohlen, vor Beginn einer solchen Therapie eine umfassende Blutgruppenbestimmung inklusive Kell-Antigenen durchzuführen und einen entsprechenden Blutgruppenpass auszustellen.

Häufig gestellte Fragen

Eine Behandlungsindikation besteht laut Leitlinie bei symptomatischer Erkrankung nach den CRAB-Kriterien (Hyperkalzämie, Niereninsuffizienz, Anämie, Knochenläsionen). Zudem wird ein Therapiebeginn bei Vorliegen von SLiM-CRAB-Kriterien (z.B. >60% Plasmazellen im Knochenmark) empfohlen.

Für Personen, die für eine Hochdosistherapie geeignet sind, empfiehlt die Leitlinie eine Induktionstherapie (z.B. DaraVRd), gefolgt von einer autologen Stammzelltransplantation. Bei fehlender Eignung werden Kombinationstherapien wie DaraRd oder DaraVRd bis zum Progress eingesetzt.

Die Leitlinie empfiehlt bei Knochenbeteiligung eine Osteoprotektion mit Zoledronat oder Denosumab. Vor Therapiebeginn wird eine zahnärztliche Untersuchung zur Vermeidung von Kieferosteonekrosen angeraten.

Unter immunmodulatorischen Therapien (wie Lenalidomid) besteht ein stark erhöhtes Thromboserisiko. Abhängig vom individuellen Risikoprofil wird eine Prophylaxe mit niedermolekularem Heparin, direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) oder ASS empfohlen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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