Migräne: Akuttherapie mit Triptanen und Prophylaxe

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie behandelt die Akuttherapie und Prophylaxe der Migräne. Migräne ist eine häufige neurologische Erkrankung, die durch anfallsartige, meist einseitige und pulsierende Kopfschmerzen gekennzeichnet ist.

Begleitsymptome wie Übelkeit, Erbrechen sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit treten häufig auf. Die Diagnose wird primär klinisch anhand der Anamnese und eines unauffälligen neurologischen Untersuchungsbefundes gestellt.

Ziel der Behandlung ist eine rasche Schmerzlinderung in der Akutphase sowie eine Reduktion der Attackenhäufigkeit und -schwere durch prophylaktische Maßnahmen. Dabei kommen sowohl medikamentöse als auch nicht medikamentöse Verfahren zum Einsatz.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont die Gefahr eines Kopfschmerzes durch Medikamentenübergebrauch (MOH). Bei Triptanen und Kombinationsanalgetika liegt die kritische Schwelle bei 10 oder mehr Einnahmetagen pro Monat, bei Monoanalgetika bei 15 oder mehr Tagen. Es wird eine frühzeitige Aufklärung über dieses Risiko sowie die rechtzeitige Einleitung einer medikamentösen Prophylaxe empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie beschreibt Sumatriptan 3 mg oder 6 mg subkutan als die wirksamste und am schnellsten wirksame Therapie. Bei den oralen Triptanen zeichnen sich Eletriptan 40 mg und Rizatriptan 10 mg durch einen sehr raschen Wirkeintritt aus.

Es wird empfohlen, Triptane möglichst früh in der Kopfschmerzphase einzunehmen, da sie dann am besten wirken. Eine Einnahme während der Auraphase, wenn noch keine Kopfschmerzen bestehen, ist laut Leitlinie jedoch wirkungslos.

Bei Nichtansprechen auf ein bestimmtes Triptan empfiehlt die Leitlinie den Versuch mit einem anderen Triptan. Alternativ kann eine Kombination aus einem Triptan und einem langwirksamen NSAR wie Naproxen eingesetzt werden.

Als mögliche Substanzen zur medikamentösen Prophylaxe in der Schwangerschaft nennt die Leitlinie Metoprolol, Propranolol und Amitriptylin. Topiramat, Valproinsäure sowie CGRP-Antikörper sind in der Schwangerschaft streng kontraindiziert.

Die Therapiedauer hängt von der Schwere der Erkrankung ab und beträgt in der Regel mindestens 9 bis 12 Monate. Danach wird gemäß Leitlinie ein Auslassversuch empfohlen, um zu prüfen, ob die Prophylaxe weiterhin notwendig ist.

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Quelle: Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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