Migräneprophylaxe: Akupunktur vs. Pharmakotherapie
Hintergrund
Migräne ist eine häufige neurologische Erkrankung, die durch mittel- bis schwergradige, oft einseitige Kopfschmerzattacken gekennzeichnet ist. Zur Prophylaxe werden standardmäßig Medikamente wie Betablocker, Flunarizin, Topiramat oder neuere CGRP-Antikörper eingesetzt.
Die klassische manuelle Akupunktur mit Nadeln stellt ein zentrales Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) dar. Sie wird zunehmend als komplementärmedizinische Option zur Schmerzlinderung und Migräneprophylaxe diskutiert.
Der vorliegende Vorbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) untersucht den Nutzen der Akupunktur im Vergleich zu einer medikamentösen Prophylaxe. Die Bewertung basiert auf fünf randomisierten kontrollierten Studien.
💡Praxis-Tipp
Der IQWiG-Bericht weist darauf hin, dass die Akupunktur zwar kurzfristig (3 bis 4 Monate) Vorteile gegenüber älteren Prophylaktika wie Topiramat oder Flunarizin zeigen kann, jedoch vergleichende Daten zu aktuellen Standardtherapien wie Betablockern oder CGRP-Antikörpern fehlen. Es wird betont, dass die Übertragbarkeit der Studienergebnisse auf den aktuellen deutschen Versorgungsalltag daher limitiert ist.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht gibt es für den Zeitraum von 3 bis 4 Monaten einen Anhaltspunkt für einen höheren Nutzen der Akupunktur gegenüber bestimmten älteren Medikamenten. Für Zeiträume ab 6 Monaten ließ sich kein Vorteil mehr nachweisen.
Der Bericht beschreibt das Verfahren als nebenwirkungsarm, wobei ein Anhaltspunkt für einen geringeren Schaden im Vergleich zur Medikation abgeleitet wird. Am häufigsten werden milde lokale Reaktionen wie kleine Blutungen, Hämatome oder Schmerzen an der Einstichstelle beobachtet.
Der vorliegende Bericht identifizierte keine Studien, die manuelle Akupunktur mit neueren CGRP-Antikörpern oder den in Deutschland häufig eingesetzten Betablockern vergleichen. Die Vergleichsmedikamente in den Studien beschränkten sich auf Flunarizin, Topiramat und Onabotulinumtoxin A.
Die in den Bericht eingeschlossenen Studien nutzten heterogene Schemata, meist mit mindestens 12 Sitzungen verteilt über 3 bis 6 Monate. Der Bericht leitet daraus ab, dass sich kein eindeutiges Muster für die optimale Anzahl und Frequenz der Sitzungen definieren lässt.
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Quelle: IQWiG N25-01: Akupunktur zur Prophylaxe bei Migräne (IQWiG, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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