Medikamentensicherheit bei Kindernotfällen: Dosierung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie adressiert die besonderen Herausforderungen und Risiken der Pharmakotherapie in der pädiatrischen Notfallmedizin. Kinder sind durch Medikationsfehler in besonderem Ausmaß gefährdet, da die Dosierungen individuell berechnet werden müssen und eine große Spannweite an Körpergewichten existiert.

Laut Leitlinie stellen Überdosierungen im Bereich einer 10er-Potenz keine Seltenheit dar und können lebensbedrohlich sein. Solche Fehler entstehen häufig durch Rechenfehler oder das falsche Setzen eines Kommas bei der Dosisberechnung.

Ziel der Leitlinie ist es, die Patientensicherheit durch standardisierte Abläufe, den Einsatz kognitiver Hilfsmittel und die Etablierung einer offenen Fehlerkultur zu erhöhen. Die Empfehlungen richten sich an alle prähospitalen und innerklinischen Versorger von Kindernotfällen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie stellen 10er-Potenzfehler bei der Dosisberechnung eine der größten und lebensbedrohlichsten Gefahren in der Kindernotfallmedizin dar. Es wird dringend empfohlen, bei Hochrisikomedikamenten wie Adrenalin oder Analgetika niemals ohne kognitive Hilfsmittel wie Dosierungstabellen oder Notfalllineale zu dosieren.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt primär, die Eltern nach dem exakten Gewicht des Kindes zu fragen. Ist dies nicht möglich, sollte eine längenbezogene Gewichtsschätzung (z.B. mittels Notfalllineal) durchgeführt werden.

Laut Leitlinie ist der Off-Label-Use in der Pädiatrie oft unvermeidbar und stellt bei entsprechender wissenschaftlicher Evidenz die bestmögliche Therapie dar. Es wird empfohlen, die Sorgeberechtigten im Nachhinein über diese Anwendung aufzuklären.

Es wird empfohlen, Medikamente mit geringer therapeutischer Breite wie Sedativa und Opioide am Normalgewicht beziehungsweise Idealgewicht zu dosieren. Eine Dosierung nach dem tatsächlichen Gewicht kann hier zu lebensgefährlichen Überdosierungen führen.

Die Leitlinie empfiehlt die Verwendung von ISO-Etiketten, die längs auf die Spritze geklebt werden. Dabei ist zwingend darauf zu achten, dass die Skalierung der Spritze lesbar bleibt.

Es wird die konsequente Anwendung der Closed-Loop-Kommunikation empfohlen. Dabei wird jede Anordnung vom Ausführenden laut wiederholt und erst nach Bestätigung durch den Verordnenden verabreicht.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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